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Eid al-Fitr
09. September 2010 13:51; Akt: 09.09.2010 22:25 Print
Muslime feiern das Ende des Ramadan
Seit dem 11. August durften gläubige Muslime tagsüber weder essen noch trinken. Mit dem Fest des Fastenbrechens wird nun das Ende dieser entbehrungsreichen Zeit gefeiert.
In der muslimischen Welt herrscht drei Tage lang der Ausnahmezustand. Es ist die Zeit von Eid al-Fitr, einem der höchsten Feste des Islam. Dem Eid al-Fitr vorangegangen sind vier Wochen des Fastens im Monat Ramadan. In dieser Zeit ist es Moslems jeweils nur nach Sonnenuntergang erlaubt, feste und flüssige Nahrung aufzunehmen. Die je nach Mondphase 29- bis 30-tägige Fastenzeit ist mit besonderer Hingabe an Allah, Disziplin und Gewissenhaftigkeit im Glauben verbunden. Das anschliessende Fest des Fastenbrechens ist denn auch ein sehr fröhliches Fest.
Eid al-Fitr beginnt mit dem Auftauchen der neuen Mondsichel, also dem Beginn des 10. Monats (Shawwal). In Europa ist dies 2010 am 9. September der Fall. In seiner Bedeutung für Muslime wird Eid al-Fitr, im türkischen Zuckerfest (Seker Bayrami) genannt, mit der christlichen Weihnacht verglichen. Am ersten Morgen des Fests besuchen die Menschen die Moschee zum gemeinsamen Eid-Gebet. Anschliessend wird meist auf dem Friedhof mit Koranversen und Bittgebeten den verstorbenen Angehörigen und Bekannten gedacht. Für den Rest des Tages werden Verwandte und Freunde besucht. Es werden besonders leckere Speisen zubereitet und die Kinder erhalten kleine Geschenke und Süssigkeiten. Sowohl die Männer als auch die Frauen ziehen sich zur Feier des Tages besonders schöne oder neue Kleidung an. Auch die Häuser oder Wohnungen werden besonders herausgeputzt und geschmückt.
Anlässlich des Fests des Fastenbrechens wird auch die Pflicht der Zakat verrichtet, eine Abgabe für die Armen, die eine der so genannten «fünf Säulen» des Islam bildet. Die anderen Säulen des Islam sind das Bekenntnis zu Allah und seinem Propheten Mohammed, das fünfmalige tägliche Gebet gen Mekka, der Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) einmal im Leben.
(jcg)


























