Eid al-Fitr

09. September 2010 13:51; Akt: 09.09.2010 22:25 Print

Muslime feiern das Ende des RamadanMuslime feiern das Ende des Ramadan

Seit dem 11. August durften gläubige Muslime tagsüber weder essen noch trinken. Mit dem Fest des Fastenbrechens wird nun das Ende dieser entbehrungsreichen Zeit gefeiert.

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Eid al-Fitr ist neben dem Opferfest das wichtigste Fest des Islam und wird im Kreis der Familie gefeiert. In Banghladesh haben sich deshalb Hunderttausende auf den Weg nach Hause gemacht. Das dreitägige Fest des Fastenbrechens beginnt am ersten Morgen mit dem Besuch der Moschee zum Eid-Gebet. Im Bild die Moschee in Donja Golubinja, Bosnien. Auch in Tirana in Albanien haben sich die Menschen zum Gebet versammelt. Bei der Grossen Dongguan-Moschee in Xining, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Qinghai, wird ebenfalls das Eid-Gebet zelebriert. Nach dem Moscheebesuch wird auf dem Friedhof mit Koranversen und Bittgebeten den verstorbenen Angehörigen und Bekannten gedacht. Im Bild: Gläubige gedenken der Opfer des Bosnienkriegs auf dem Stadion-Friedhof in Sarajewo. Dann ist es an der Zeit, Verwandtschaft und Bekanntschaft zu besuchen. Dabei werden meist süße Gerichte gereicht und eine Menge Süßigkeiten verteilt und gegessen. Dieser Händler in Damaskus, Syrien, bereitete sich im Vorfeld von Eid al-Fitr auf die gesteigerte nachfrage nach Leckereine vor. Auch der palästinensische Bäcker in Jerusalem produziert Süsses am Laufmeter. Sowohl die Männer als auch die Frauen ziehen sich zur Feier des Tages besonders schöne oder neue Kleidung an. Dieser Afghane kauft sich für das Fest eine neue Kopfbedeckung in Kabul. In Indonesien sind zu Eid al-Fitr Geschenkkörbe ein beliebtes Mitbringsel beim Besuch der Verwandten. Für diese pakistanischen Flutopfer im Muzaffargarh-Bezirk im Punjab bedeutet Eid al-Fitr einen kurzen Moment der Freude in einer schweren Zeit. Ein französischer Soldat der UNO-Schutztruppe im Libanon (Unifil) bereitet sich auf das Ende des Ramadan vor.

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In der muslimischen Welt herrscht drei Tage lang der Ausnahmezustand. Es ist die Zeit von Eid al-Fitr, einem der höchsten Feste des Islam. Dem Eid al-Fitr vorangegangen sind vier Wochen des Fastens im Monat Ramadan. In dieser Zeit ist es Moslems jeweils nur nach Sonnenuntergang erlaubt, feste und flüssige Nahrung aufzunehmen. Die je nach Mondphase 29- bis 30-tägige Fastenzeit ist mit besonderer Hingabe an Allah, Disziplin und Gewissenhaftigkeit im Glauben verbunden. Das anschliessende Fest des Fastenbrechens ist denn auch ein sehr fröhliches Fest.

Eid al-Fitr beginnt mit dem Auftauchen der neuen Mondsichel, also dem Beginn des 10. Monats (Shawwal). In Europa ist dies 2010 am 9. September der Fall. In seiner Bedeutung für Muslime wird Eid al-Fitr, im türkischen Zuckerfest (Seker Bayrami) genannt, mit der christlichen Weihnacht verglichen. Am ersten Morgen des Fests besuchen die Menschen die Moschee zum gemeinsamen Eid-Gebet. Anschliessend wird meist auf dem Friedhof mit Koranversen und Bittgebeten den verstorbenen Angehörigen und Bekannten gedacht. Für den Rest des Tages werden Verwandte und Freunde besucht. Es werden besonders leckere Speisen zubereitet und die Kinder erhalten kleine Geschenke und Süssigkeiten. Sowohl die Männer als auch die Frauen ziehen sich zur Feier des Tages besonders schöne oder neue Kleidung an. Auch die Häuser oder Wohnungen werden besonders herausgeputzt und geschmückt.

Anlässlich des Fests des Fastenbrechens wird auch die Pflicht der Zakat verrichtet, eine Abgabe für die Armen, die eine der so genannten «fünf Säulen» des Islam bildet. Die anderen Säulen des Islam sind das Bekenntnis zu Allah und seinem Propheten Mohammed, das fünfmalige tägliche Gebet gen Mekka, der Ramadan und die Wallfahrt nach Mekka (Hadsch) einmal im Leben.

(jcg)