Melbourne

17. September 2009 13:48; Akt: 17.09.2009 16:21 Print

Nachbarn beschützten Aussi-FritzlNachbarn beschützten Aussi-Fritzl

Ein Australier hielt seine Tochter 30 Jahre lang als Sexsklavin. Die Nachbarn schöpften zwar Verdacht – waren aber zu faul, die Polizei zu alarmieren. Unglaublich: Die Frau des Kinderschänders ist immer noch mit ihm verheiratet.

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Der Fritzl von Australien erschüttert die australische Bevölkerung. (Bild: Keystone)

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Australien steht unter Schock: Ein mittlerweile 60-jähriger Mann aus der Umgebung von Melbourne hat seine Tochter 30 Jahre lang vergewaltigt und dabei vier Kinder gezeugt. Sie alle leiden unter schweren Entwicklungsstörungen. Die Ehefrau des Kinderschänders will von den Schandtaten nichts mitbekommen haben, obschon sie jahrelang unter dem gleichen Dach lebte.

«Das geht mich nichts an»

«Wenn ich meine Tochter nach dem Vater der Kinder gefragt habe, blieb sie sehr vage. Sie habe die Burschen jeweils in einem Nachtclub getroffen», erklärte die Mutter des Opfers gegenüber dem «Herald Sun». Sie beschreibt ihren Mann als mürrischen, aufbrausenden Kerl.

Eine Nachbarin schöpfte bereits vor einigen Jahren Verdacht: Dies weil der Mann ihr eigenartige Babyfotos zeigte, schreibt das australische Blatt weiter. Trotzdem ging sie nicht zur Polizei: «Was der Typ machte, ging mich nichts an. Ich wollte keine Schwierigkeiten bekommen.»

Familie den Sozialbehörden bekannt

Die Familie ist den Sozialbehörden schon vor 30 Jahren aufgefallen. Die drei Geschwister der missbrauchten, mittlerweile 40-jährigen Frau starben schon sehr früh. Eines davon ist ertrunken, zwei erlitten angeblich einen Kindstod. Während der gleichen Periode vergewaltigte der Vater seine einzig verbliebene Tochter hundertfach - das erste Mal, als sie 11-jährig war. Laut «Herald Sun» glaubt die Polizei, dass der «Aussi-Fritzl» seine Tochter als «virtuelle Gefangene» hielt: Der Vater verhinderte, dass seine Tochter Freundschaften ausserhalb des Hauses schliessen konnte. Darüber hinaus drohte er der Tochter, ihr und der Mutter etwas anzutun, falls sie etwas über die Vergewaltigungen erzählt..

Der 60-jährige Mann befindet sich in Untersuchungshaft, er ist im Februaer wegen Vergewaltigung in 80 Fällen angeklagt worden. Der Prozess findet im November statt. Der Fall war schon im vergangenen Jahr ans Licht gekommen. Polizei und Familie machten ihn aber nicht publik.

(am)