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Winter-Attacke
17. Dezember 2008 10:01; Akt: 17.12.2008 13:13 Print
Schneefälle sorgen für Verkehrschaos
Der erneute Schneeschub hat zu chaotischen Verhältnissen auf der Strasse und den Flughäfen geführt. Über 180 Unfälle wurden gemeldet. Der morgendliche Berufsverkehr blieb stecken. Von Taktfahrplänen konnte in den Städten keine Rede mehr sein.
Frau Holle sorgt für ein riesiges Chaos: Vor allem die Deutschschweiz erhielt bis zum Mittwochmorgen vom Bodensee bis in die Region Bern bis zu zehn Zentimeter Neuschnee, wie MeteoSchweiz auf Anfrage bekannt gab.
Schnee im Flachland (Bild: Mobile Reporter)
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Autobahnen vor Zusammenbruch
Laut Christine Zurbuchen von der Verkehrsinformation Viasuisse herrtschen auf den Strassen von Bern bis St. Gallen desaströse Verhältnisse. Insbesondere auf der A1 zwischen Bern und Solothurn sowie von Aarau bis Winterthur ging praktisch nichts mehr. «Mehr als mit 20 Km/h kann man auf der Autobahn nicht mehr fahren», meldete ein Autofahrer. Die Polizei rief die Automobilisten auf, ihr Fahrzeug vorerst stehen zu lassen und erst zwei Stunden später loszufahren. Die Schneeräumungsequipen standen im Grosseinsatz.
Wie immer bei morgendlichen Schneefällen kam es auch zu zahlreichen Schleuderunfällen auf den Strassen. In den Kantonen Zürich, Bern, Thurgau, Aargau, in der Innerschweiz und im Baselbiet mussten die Polizisten insgesamt wegen über 120 Unfällen ausrücken. Diese gingen jedoch allesamt glimpflich aus. Auf der Alpensüdseite und im Wallis hat sich die Situation hingegen weiter beruhigt.
Chaos an den Flughäfen
Insgesamt 20 Flüge wurden am Zürcher Flughafen gestrichen, wie Sonja Zöchling, Sprecherin der Flughafenbetreiberin Unique, auf Anfrage sagte. Es handelte sich dabei zum zehn Starts und zehn Landungen. Zudem erhielten Flugzeuge Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Laut Zöchling schneite es so stark, dass die geräumten Pisten sofort wieder verschneit wurden. Zudem lag auf den stehenden Flugzeugen eine bis zu fünf Zentimeter dicke Schneedecke. Keine Probleme gab es dagegen am Genfer Flughafen, wo es nicht schneite. Am Flughafen Basel-Mülhausen musste die Piste zwischen 09.30 Uhr und 11.15 Uhr wegen Schneeräumungsarbeiten geschlossen werden, wie Sprecherin Vivienne Gaskell sagte. Vier Anflüge wurden in der Folge umgeleitet und vier Abflüge wurden annulliert. Ebenfalls annulliert wurde eine Ankunft. Bei den Abflügen entstanden zudem Verspätungen von bis zu einer Stunde, die Abflüge verspäteten sich teilweise um bis zu dreieinviertel Stunden.
Freie Fahrt für Züge
Flüssig lief dagegen der Verkehr auf dem Schweizer Schienennetz. «Es lief alles gut», sagte SBB-Sprecher Roland Binz. Es sei einzig zu Verspätungen im Minutenbereich gekommen, was angesichts der schwierigen Verhältnisse erfreulich sei. Zufrieden zeigte sich auch die BLS. Es habe keine Zugsausfälle gegeben und die Verbindungen seien gewährleistet gewesen, sagte BLS-Sprecher Hans Martin Schaer. Einzelne Züge seien am Morgen speziell beobachtet worden. Dabei habe sich gezeigt, dass es trotz zehn bis 15 Prozent mehr Fahrgästen zu keinen unzumutbaren Transportbedingungen gekommen sei. Auch bei der Zentralbahn auf der Brüniglinie, der Rhätischen Bahn (RhB) und den Jungfraubahnen kam es zu keinen Behinderungen.
Keine gravierenden Schwierigkeiten meldete auch PostAuto Schweiz. Einzig in den Räumen Zürich und Bern sei es zu Verspätungen gekommen. Einzelne Kurse seien zudem ausgefallen; dies bewege sich aber im marginalen Bereich, sagte PostAuto-Sprecher Patrick Fehlmann. Nicht geführt werden könnten zudem die Kurse über den gesperrten Simplonpass.
Das Schneetreiben geht weiter
Die Meteorologen rechneten für morgen erneut mit starkem Schneefall bis in die Niederungen. Dabei könnten nochmals zehn bis 15 Zentimeter hinzukommen. Die Schneeschübe erhöhen auch die Aussichten auf weisse Weihnachten, wie Christophe Voisard von MeteoSchweiz sagte. Am Wochenende dürfte die Schneedecke bei etwas wärmeren Temperaturen zwar um einige Zentimeter schmelzen. Ein richtiger Wetterumschwung sei aber zurzeit nicht in Sicht.
Damit dürfte es an Weihnachten auch im Flachland zumindest noch einige weisse Flecken haben. Wirklich weisse Weihnachten mit Schnee an allen drei Weihnachtstagen gab es in Bern und in Zürich in den letzten 77 Jahren laut einer Zusammenstellung von MeteoSchweiz in nur 26 Prozent der Jahre.
Video: Der erste Schneemann
(dapd)
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Alle 127 Kommentare




























Schneeräumung
Ich bin tolerant gegenüber Fehlern, aber in Zürich ist es jedesmal bei über 5 cm das selbe, die Einsatzplanung und -Koordination ist schlicht nicht vorhanden! Bern hatte letzte Woche die doppelte Schneemenge als wir heute morgen um sieben, es war aber kein Chaos... Bern hat heute 40 cm und ein Chao
Offroader
ich hatte heute mit meinem offroader überhaupt keine probleme! und es gibt leute, die wollen mir ein so tolles gefährt verbieten...
Stadt hat lieber Blechschäden
Leider werden unsere Steuergelder für allerlei Unsinn verschleudert anstatt die Strassen sauber zu halten. Der Schnee war ja keine Überraschnung. Nur haben Stadt und Kanton lieber private Blech- und Personenschäden als dass sie selbst etwas tun.