April, April weltweit

01. April 2009 14:26; Akt: 01.04.2009 15:11 Print

Parlamentarier als Babysitter

Als wir Europäer noch von Aprilscherzen träumten, freuten sich am andern Ende der Welt in Australien Eltern über das Angebot, ihre Kinder zur Betreuung ins Wahlkreisbüro ihres Parlamentsabgeordneten zu bringen.

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Der Aprilscherz in Form eines Inserats in der Zeitung «Australian», in dem Premierminister Kevin Rudd den neuen Service für die Wähler ankündigt, nimmt ein Thema auf, das im letzten Herbst für Schlagzeilen und grenzenlose Wut bei Eltern sorgte: Ein privater Anbieter von Kindertagesstätten war pleite gegangen, Hunderte Eltern mussten innert kürzester Zeit neue Lösungen finden.

Auf die in den letzten Monaten häufigen Zwischenfälle mit Haien spielte der «Western Advocate» an, der inklusive Foto von einem Hai in einem Fluss bei Bathurst berichtete, 200 Kilometer von der Meeresküste entfernt.

Im Internet wurde flächendeckend gescherzt

Google Australia schickte die User Down under mit der Nachricht in den April, es habe einen Ball für Australian Rules Football entwickelt, der mit GPS, Bewegungsmelder und künstlicher Intelligenz ausgestattet sei und Kick-Tipps geben, Talentscouts informieren und verlorene Bälle auf Google Maps lokalisieren könne.

Wer auf YouTube auf die Tagesempfehlungen klickte, wurde mit einer «ganz neuen Seherfahrung» konfrontiert, nämlich mit einer auf dem Kopf stehenden Seite. Um sie zu lesen, solle man den Kopf auf die Seite neigen, den Monitor auf den Kopf stellen oder nach Australien auswandern, «wo ja sowieso alles auf dem Kopf steht».

Ein neues Fürstentum und schlechte Kunst

Auf der Startseite von Wikipedia erfuhren deutschsprachige Leser vom Fürstentum Sealand vor der Küste Englands, und auf der englischsprachigen Site vom Museum of Bad Art (MOBA), das mit den schönsten Fundstücken aus den Abfalldeponien Bostons bestückt ist.

In England kündigte der «Guardian» an, künftig als erste Zeitung ausschliesslich auf Twitter zu erscheinen: «Jede Geschichte kann in 140 Zeichen erzählt werden, sagen Experten.»

Aufregende Makroökonomie und Concorde

Das angesehene Wirtschaftsmagazin «The Economist» teilte seiner Leserschaft mit, es müsse seine Ertragsbasis mit einem Freizeitpark vergrössern: Econoland kombiniere «die Magie eines Themenparks mit der Faszination von Makroökonomie».

Für Leute mit bodenständigeren Sehnsüchten hatte das französische Luftfahrtmuseum eine gute Nachricht: Zum 40. Jahrestag des ersten Concorde-Flugs ab Paris werde die eine der beiden Concordes im Besitz des Museums noch einmal starten und über Irland die Schallmauer durchbrechen. Wegen der erwarteten grossen Nachfrage würden die 50 Passagiere ausgelost.

(be)

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