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Verklagt
07. Januar 2010 11:55; Akt: 07.01.2010 12:16 Print
Prostituierte gibt ihrer Schule die Schuld
Eine junge Holländerin wollte ihre ehemalige Schule verklagen, weil diese nicht verhindert hatte, dass sie zur Prostituierten wurde. Doch zum Prozess kommt es - vorerst - nicht.
Die heute 20-jährige Maria Mosterd hat ein Buch geschrieben, in dem sie von ihrer Schulzeit erzählt und davon, wie sie von den Freiern vom Schulhof abgeholt wurde. Zusammen mit ihrer Mutter strebte die Holländerin nun eine Klage gegen die Schule an. Denn diese hätte nichts getan, um zu verhindern, dass Maria zur Prostituierten wurde.
Wer ist schuld am Schicksal von Marie Mosterd - Schule oder Eltern? colourbox.com
Die in Zwolle lebende Maria und ihre Mutter erklärten ihren Schritt laut dem Daily Telegraph damit, dass sie auf die Tatsache aufmerksam machen wollten, dass in Holland oftmals Mädchen auf dem Schulhof von Freiern angesprochen werden. Mutter Lucie Mosterd sagte, dass die Geschichte ihrer Tochter kein Einzelfall sei, sondern dass sich solche Szenen an vielen Schulen abspielten und niemand dafür Verantwortung übernehmen wolle.
Klage abgewiesen
Doch das Gericht liess die Klage nicht zu. Laut dem Richter habe die Schule verschiedentlich und erfolglos versucht, Maries Mutter zu kontaktieren und sie darüber zu informieren, dass Marie sehr oft die Schule schwänze. Ausserdem hielt das Gericht fest, dass in erster Linie die Eltern und nicht die Schule für das Wohl der Kinder zuständig seien.
Damit zeigte sich Lucie Mosterd einverstanden, erwägt aber, Rekurs einzulegen. Denn, so Lucie, hatte sie ja gar nicht eingreifen können, da sie keine Ahnung vom Schulschwänzen ihrer Tochter hatte.
(lue)


























