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Inferno in Shanghai
16. November 2010 06:52; Akt: 16.11.2010 06:57 Print
Schweisser sollen Brand ausgelöst haben
Nach einem Hochhausbrand im Zentrum der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai ist die Zahl der Todesopfer auf 53 gestiegen. Vier Männer wurden verhaftet.
In den Spitälern wurden noch über 70 Verletzte behandelt, wie die Staatsagentur Xinhua berichtete.
Im Rahmen der Ermittlungen nach der Brandursache wurden vier Männer festgenommen, die nach Angaben der Behörden mit unfachmännischen Schweiss-Arbeiten den Brand ausgelöst haben sollen. Sie hätten ohne Genehmigung gearbeitet.
Das Feuer in dem 28 Stockwerke hohen Gebäude war am frühen Nachmittag bei Renovierungsarbeiten ausgebrochen. Die Feuerwehr half 100 Bewohnern aus dem brennenden Gebäude.
Spektakuläre Rettungen
Nach gut vier Stunden brachten Feuerwehrleute die Flammen weitgehend unter Kontrolle und durchsuchten die Räume. Danach wurde das ganze Ausmass der Katastrophe deutlich. In ersten Meldungen war zunächst von acht Toten die Rede gewesen.
Einige der Überlebenden berichteten im Fernsehen, sie hätten sich vor den Flammen in Sicherheit gebracht, indem sie das für die Renovierung errichtete Baugerüst nach unten geklettert seien. Ein Augenzeuge sagte laut Xinhua, dass Isoliermaterial am Gebäude in Brand geraten sei. Das Feuer habe sich dann schnell über das ganze Gerüst verbreitet.
Das Haus wurde laut Xinhua in den 90er Jahren gebaut und wurde vor allem von Lehrern des Bezirks Jing'an bewohnt, viele von ihnen bereits im Ruhestand. Überlebende verbrachten die Nacht in der Sporthalle eines nahegelegenen Seniorenheims.
Video: Hochhaus in Shanghai brennt (YouTube)
(sda)



























