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Erdbeben
03. Oktober 2009 13:50; Akt: 03.10.2009 14:06 Print
Schweizer konnten noch keine Lebenden bergen
Im indonesischen Erdbebengebiet sind die angereisten Schweizer Rettungskräfte mittlerweile seit über 24 Stunden im Einsatz. Trotz ununterbrochener Suche in der am schwersten betroffenen Stadt Padang konnten sie bislang keine Person lebend aus den Trümmern bergen.
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«Unsere Mannschaften haben bereits an 7 bis 8 Unglücksorten gearbeitet», sagte Michèle Mercier, Sprecherin des Schweizer Soforteinsatzteams, am Samstag der Nachrichtenagentur SDA am Telefon. Die Schweizer hätten insgesamt sechs Opfer bergen können, keines davon lebend.
Handelskammer leistet KatastrophenhilfeDie Schweizerisch-Asiatische Handelskammer (SACC) hat zur Unterstützung der Opfer des Erdbebens in Indonesien und des Taifuns auf den Philippinen eine Task Force ins Leben gerufen. Vor Ort wurden bisher mehr als
Sammelaktion der Glückskette
Die Glückskette nimmt ab sofort Spenden unter dem Vermerk «Asien» entgegen – sei dies über das Postkonto 10-15 000-6 oder online über www.glueckskette.ch. Die Glückskette wird die allfällige Durchführung eines Sammeltages nach weiteren Abklärungen über das Ausmass der Katastrophe entscheiden.
Noch seien nicht alle eingestürzten Gebäude abgesucht. «Die Such- und Rettungsarbeit geht praktisch non-stop weiter», sagte Mercier. Dadurch, dass die Schweiz viele Retter vor Ort habe - 115 Personen - , könne im Turnus gearbeitet werden.
In der Stadt arbeiten die Schweizer Hilfskräfte unter sich. Ausserhalb Padangs haben sie sich mit Helfern aus Singapur, Japan, Australien, Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammengeschlossen.
Die Suchtrupps seien in den Dörfern um die Stadt im Einsatz und überprüften, ob keine Orte unabgesucht geblieben seien und was noch zu tun sei, sagte Mercier weiter. Wie erfolgreich diese Mission verläuft, weiss sie nicht. Die Telefonverbindungen sind ausserhalb der Stadt unterbrochen.
Rückreise offen
Wann die Schweizer Helfer das Land wieder verlassen werden, ist laut Mercier noch nicht entschieden. Im Moment gehe es vor allem darum, die Hoffnung aufrecht zu erhalten und den Opfern zu zeigen, dass sie nicht vergessen würden.
Das Beben der Stärke 7,6 hatte am Mittwoch den Westen Sumatras erschüttert. In Padang sind rund ein Viertel der Häuser zerstört. Mehrere Dörfer in der Umgebung wurden völlig verwüstet.
UNO und IKRK schätzen, dass noch bis zu 4000 Menschen unter den Trümmern eingestürzter Gebäude begraben sind. Verschüttete haben eine maximale Überlebenschance von fünf Tagen. Bislang wurden nach Angaben der indonesischen Regierung 777 Menschen tot geborgen, die UNO spricht von mehr als 1100 Toten.
(sda)

























