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Modedroge fährt ein
19. Januar 2009 16:48; Akt: 19.01.2009 17:14 Print
Spice wirkt noch stärker als Cannabis
Die Wirkung der Modedroge Spice ist noch stärker und unberechenbarer als bislang bekannt.
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Cannabis-Legalisierung
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Drogen in der Schweiz
Deutsche Forscher haben offenbar den Hauptwirkstoff der Modedroge «Spice» identifiziert. Es handelt sich um ein synthetisches Cannabinoid, das vielfach stärker wirkt als THC, der Hauptwirkstoff der Cannabispflanze.
Spice-Päckchen im Handel.(Bild: Keystone)
«Spice», das bislang als Kräutermischung oder Räucherwerk verkauft wurde, enthalte eine leicht veränderte Form des synthetischen Cannabinoids «CP-47,497», teilte das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) am Montag mit. Das BKA hatte gemeinsam mit Forschern der Universität Freiburg rund 30 Proben der Droge untersucht.
Der entdeckte Wirkstoff sei sowohl in Bezug auf Wirksamkeit als auch auf die Wirkdauer wesentlich aggressiver als der im Dezember von einem Frankfurter Pharmaunternehmen entdeckte Wirkstoff «JWH-018», sagte der Freiburger Forscher Volker Auwärter.
Forscherkollegen widersprochen
Der neu entdeckte Wirkstoff sei auch in wesentlich höheren Konzentrationen in den Proben zu finden als JWH-018. «Die Frankfurter Forscher hatten den von uns identifizierten Hauptwirkstoff in ihrer Studie offenbar als Aromakomponente von «Spice» missverstanden», sagte Auwärter.
Das BKA und die Forscher warnten gemeinsam «eindringlich» vor dem Konsum von «Spice» und vergleichbaren Produkten. Die Suchtgefahr sei gross - und beim Rauchen könnten krebserregende Stoffe entstehen. Für Konsumenten sei nicht zu erkennen, ob den Kräutermischungen synthetische, hochwirksame Wirkstoffe zugesetzt wurden.
Die Wirkung von «Spice» wird als zunächst euphorisierend und enthemmend, dann als müde machend beschrieben. Die Konsumenten wirken «zugedröhnt». Mit gängigen Drogentests ist «Spice» nicht nachweisbar. «Spice» soll in Deutschland nach dem Willen der Bundesregierung noch im Januar verboten werden.
In Schweiz nicht auf dem Markt
In der Schweiz gilt «Spice» als sogenanntes Tabakersatzprodukt, wie Sabina Helfer, Mediensprecherin des Bundesamts für Gesundheit (BAG), auf Anfrage sagte. Wenn es jemand in der Schweiz auf den Markt bringen wolle, müsse er es dem BAG melden - und dieses könnte auch intervenieren. Bislang sei allerdings keine solche Meldung erfolgt.
Gemäss Helfer ist es Aufgabe der Kantonschemiker, zu kontrollieren, ob solche Produkte im Umlauf sind. Das BAG habe aufgrund der Funde der synthetischen Cannabinoide kürzlich die Kantonschemiker informiert und zu Achtsamkeit angehalten. Nicht ausschliessen könne man, dass «Spice» zum Beispiel übers Internet aus dem Ausland bezogen werde.
(sda)

























