Tauchunfall in Thailand

09. März 2009 17:02; Akt: 09.03.2009 20:20 Print

«Es ging alles so schnell»«Es ging alles so schnell»

Bei einem Tauchausflug in Thailand ist ein Boot mit 21 Touristen und neun Einheimischen in einen Sturm geraten und gesunken. Sechs Touristen und ein Einheimischer wurden am Montag noch vermisst, darunter zwei Schweizer.

Bildstrecke im Grossformat »

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte auf Anfrage der SDA, dass zwei Schweizer Staatsangehörige vermisst werden. Weitere Abklärungen seien im Gang sagte EDA- Sprecher Georg Farago.

Unter den Vermissten befinden sich nach Angaben des Aussenministeriums in Wien auch drei Österreicher. Zudem suchen die Rettungskräfte nach einem Japaner und einem thailändischen Besatzungsmitglied. Zunächst war man von zwei betroffenen Österreichern ausgegangen, bei einer als vermisst gemeldeten deutschen Frau dürfte es sich aber um eine Österreicherin handeln.

«Es ging alles so schnell»

«Das Boot war auf dem Rückweg von einer viertägigen Tauchsafari», berichtete Schenker. «Nach Auskunft der Überlebenden geriet es am späten Sonntagabend auf halber Strecke zwischen den Similan-Inseln und Phuket plötzlich in einen Sturm.» Das Boot, die «Choke Somboon», sei von der Seite von zwei, drei Wellen gepackt worden und gekentert.

«Es ging alles so schnell, berichteten die Überlebenden. Keiner weiss, was mit den Vermissten passiert ist.» Intern war das Boot nach Auskunft von Schenker als «Dive Asia 1» bekannt. Die Webseite der Firma preist es als «luxuriöses Flaggschiff» mit klimatisierten Doppelkabinen, Salon, Bar, Multimedia Center und grossem Liegedeck.

Fischer retteten Überlebende

An Bord sollen sich rund 30 Personen befunden haben. Fischer retteten 15 Ausländer und acht Einheimische aus dem Meer. Sie wurden in lokale Spitäler eingeliefert.

Das Schiff hatte nach Angaben der Seepolizei um kurz vor Mitternacht ein Notsignal ausgesendet. Dann brach der Funkkontakt ab. Fischer fanden die Überlebenden am Montagmorgen auf Rettungsinseln im Meer treibend.

Sie waren nach Angaben von Schenker ausser Sonnenbränden und ein paar Kratzern unverletzt. Die Suche nach den Vermissten geht nach Angaben der Seepolizei am Dienstag weiter. Allerdings sind alle Rettungsinseln, die das Schiff an Bord hatte, bereits gefunden worden.

Dive Asia wurde nach Angaben von Schenker 1988 von Deutschen auf Phuket gegründet. Es habe noch nie einen Unfall erlebt. Die Similan-Inseln liegen in einem Marine-Nationalpark etwa 22 Kilometer von Phuket entfernt. Sie gehören zu den beliebtesten Zielen für Sporttaucher in Thailand.

(ast/SDA)