Japan

17. April 2009 18:29; Akt: 17.04.2009 18:36 Print

Tod trotz sieben SpitälernTod trotz sieben Spitälern

Erneut ist in Japan ein Mensch gestorben, nachdem mehrere Spitäler ihn wegen Überlastung abgewiesen hatten. Der 65- Jährige starb nach einem Herzinfarkt, nachdem sieben Kliniken seine Behandlung verweigerten.

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Wie die Feuerwehr von Hyuga im Südwesten des Landes am Freitag berichtete, hätten die Kliniken als Grund angegeben, sie hätten nicht genügend Ärzte oder seien bereits vollauf mit der Behandlung anderer Patienten beschäftigt.

Anderhalb Stunden gesucht

Erst nach anderthalb Stunden fand sich schliesslich eine Klinik zur Aufnahme des Mannes bereit, er starb jedoch kurze Zeit später.

Erst im Februar war ein Velofahrer seinen Verletzungen erlegen, nachdem 14 Kliniken ihn abgewiesen hatten. Im Oktober vergangenen Jahres starb eine 36-jährige Schwangere, sie von sieben Spitälern in Tokio abgewiesen wurde.

Darauf ging ein Sturm der Entrüstung durch das Land, der Ruf nach Reformen wurde laut. In Japan wollen immer weniger junge Leute Arzt werden. Der Job ist schlechter bezahlt als in anderen Industrieländern, zudem sind die Arbeitszeiten in den Kliniken extrem lang.

(sda)