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Italien
14. August 2009 16:32; Akt: 14.08.2009 16:37 Print
Trotz Ramadan: Muslime müssen Wasser trinken
In Norditalien ist ein Streit um eine Zwangsauflage für muslimische Feldarbeiter entbrannt, während der besonders heissen Tage auch im Ramadan Wasser trinken zu müssen. Falls sie sich der Anweisung widersetzen können sie entlassen werden.
Die Landwirtschaftsverbände und Gewerkschaften von Mantua und Umgebung schreiben dies vor, um somit alle Arbeiter während der Tomaten- oder Melonen-Ernte im Po-Tal vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen.
Muslime dürften nicht, müssen aber
Etliche Saison-Arbeiter auf den Feldern sind Muslime, für die am 21. August der Fastenmonat beginnt. Er untersagt es den Gläubigen unter anderem, tagsüber zu essen oder zu trinken. Der Anordnung zufolge könnten Arbeiter, die konsequent kein Wasser zu sich nehmen wollen, sogar gekündigt werden.
»Niemand kann dazu gezwungen werden, sein Fasten zu unterbrechen», kritisierte Ben Mansour, ein Sprecher der Muslime in Mantua. Auch nach italienischem Recht sei niemand verpflichtet, Wasser gegen seinen Willen zu trinken.
Die Landwirtschaftsverbände bleiben aber hart: «Auch wenn es nach einer Provokation aussehen mag, dies dient dazu, denjenigen in die Verantwortung zu nehmen, der sich weigert, Wasser zu trinken», erklärte Verbandsleiterin Daniele Sfulcini der Zeitung «La Stampa». Denn Italiens Gesundheitsbehörden hielten sich an die Landwirte, wenn die Gesundheit ihrer Arbeiter gefährdet sei.
(sda)


























