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«Phobos Grunt»
17. Januar 2012 15:49; Akt: 17.01.2012 15:49 Print
US-Radar schuld am Absturz der Marssonde?
Russische Raumfahrtexperten untersuchen, ob eine US-Radarstation für eine Fehlfunktion in der kürzlich abgestürzten russischen Marssonde verantwortlich war.

So hat die 13,5 Tonnen schwere Phobos-Grunt-Sonde noch vor dem Start ausgesehen. (Bild: Keystone)
Die Zeitung «Kommersant» berichtete unter Berufung auf Raumfahrtexperten, die Strahlung einer Radarstation auf den pazifischen Marschall-Inseln könne die Elektronik der Sonde «Phobos Grunt» unbeabsichtigt mattgesetzt haben könnte. Die Marssonde war am 15. Januar unerwartet vom Himmel gefallen (20 Minuten Online berichtete). Die Nachrichtenagentur RIA-Nowosti schreibt, dass die Raumfahrtbehörde Roskosmos nun in einem Modellversuch den möglichen Einfluss von Strahlen auf die Sonde untersuchen wolle.
Infografik Projekt Mars-500Geschichte der RaumfahrtLaut Roskosmos wurde die rund 13,5 Tonnen schwere Raumsonde beim Eintritt in die Atmosphäre von der Hitze zerrissen. Der Grossteil der Fracht war Treibstoff für die auf zweieinhalb Jahre angelegte Mission zum Marsmond Phobos. Die Sonde enthielt auch Metallteile von insgesamt zwei Tonnen. Davon sollten zahlreiche einzelne Trümmer mit einem geschätzten Gesamtgewicht von 200 Kilogramm zur Erde fallen.
«Phobos-Grunt» war Anfang November vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan gestartet, um auf dem grössten Marsmond Phobos Bodenproben zu sammeln. Wegen eines Programmierfehlers verfehlte «Phobos-Grunt» aber die vorgesehene Flugbahn und kreiste in immer engeren Bahnen um die Erde herum.Die umgerechnet rund 145 Millionen Franken teure Marssonde galt als teuerste und ehrgeizigste Weltraummission Russlands seit dem Ende der Sowjetunion.
(mbu/ap)



























