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Breivik wird gefilmt
06. Februar 2012 14:24; Akt: 06.02.2012 15:03 Print
Umstrittene Live-Bilder aus dem Gerichtssaal
Erstmals sind Bilder des Massenmörders Anders Breivik live aus dem Gerichtssaal in Oslo ausgestrahlt worden. Die Angehörigen der Opfer sind damit nicht einverstanden.

Breivik erhebt seine Hände zu einem Gruss in Richtung Fotografen. (Bild: AFP)
Der geständige norwegische Attentäter Anders Behring Breivik ist am Montag bei einem Gerichtstermin in Oslo erstmals öffentlich fotografiert und gefilmt worden. Norwegens grösste TV-Sender übertrugen live, wie Breivik den Gerichtssaal betrat, breit lächelnd. Im Gerichtssaal zog er ein Papier aus der Jackentasche - offenbar mit Notizen, die er für die Anhörung vorbereitet hatte.
Bildstrecken Breivik vor Gericht in OsloAttentat in Oslo Infografik Doppelanschlag in NorwegenEs war der letzte Haftprüfungstermin vor Prozessbeginn. Vom 16. April an muss sich der 32-jährige Rechtsextremist für die Ermordung von 77 Menschen bei zwei Anschlägen im Juli vergangenen Jahres verantworten.
Der Gerichtstermin zur Verlängerung der Untersuchungshaft war begleitet von einem grossen Medienaufgebot. Im Gericht forderte Breivik dann seine sofortige Freilassung. Das von ihm verübte Massaker mit 77 Toten sei ein «vorbeugender Angriff gegen Landesverräter» gewesen, sagte Breivik.
Der Gruss in Richtung der Fotografen
Als Zuhörer beim Haftprüfungstermin haben sich gut hundert Angehörige von Breiviks Opfern und Überlebende seiner Anschläge angemeldet.
Er war gefesselt und erhob seine Hände zu einem Gruss in Richtung Fotografen, ehe die Richterin alle weiteren Fotos und Filmaufnahmen untersagte. Der erklärtermassen an öffentlicher Aufmerksamkeit interessierte Attentäter hatte vorab sein Einverständnis für Fotos und TV-Bilder gegeben.
Keine zusätzliche Aufmerksamkeit
Die Angehörigen der von Breivik getöteten oder verletzten Menschen verurteilten dieses Vorgehen. Ein Sprecher der Hinterbliebenen sagte der Nachrichtenagentur NTB dazu: «Wir sind absolut dagegen, dass er diese zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt».
In der vergangenen Woche hatten die Haftanstalt Ila und Breiviks Anwälte mitgeteilt, dass der 32-jährige Attentäter mit einem grossen ausländischen TV-Sender ein Interview noch vor Beginn des Prozesses am 16. April vereinbart habe. Dies ist nach norwegischem Recht möglich.
Der rechtsextreme Islamhasser Breivik hatte am 22. Juli 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet. Rechtspsychiater hatten den Attentäter im November für nicht zurechnungsfähig erklärt. Bis zum Prozessbeginn soll dazu ein zweites Gutachten vorgelegt werden.
Im Grossformat auf dem Videoportal ![]()
(sda/dapd)
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Alle 24 Kommentare































In die Psychiatrie mit ihm!!
Ich denke, dass man ihn nicht hinter Gitter sondern ineine Psychiatrie einsperren sollte. Für Breivik ist es doch viel schlimmer unzurechnungsfähig erklärt zu werden da er dann quasi "nicht mehr ernst genommen" wird! Er will ja, dass man einsieht, dass er diese Tat mit voller Absicht und Intelligenz geplannt hat und ihn als psychisch krank zu erklären, wäre für ihn viel schlimmer!
öffentliches Interesse
Wo immer auf der Welt Verbrechen verübt worden sind, ist je nach Schwere der Verbrechen das öffentliche Interesse gross. Man möchte mitbekommen wie diese Verbrecher nach welchen Kriterien verurteilt werden. Das dazu auch ein Medienaufgebot gehört, ist heutzutage normal. Allerdings hätte man aus Rücksicht auf die Angehörigen dies minimieren können, statt hier eine mediale Show abzuziehen, die anscheinend nur der Täter zu geniessen scheint. Eine Berichterstattung hätte gereicht, denn das Verbrechen war schon schlimm genug, da muss der Täter nicht auch noch in Szene gesetzt werden.
HINTER GITTER
also ich finde das der zu 100% zurechnungsfähig ist, denn der hat ja alles schon lange vorgeplant und jetzt sollte er noch mit ner psyhiaterie belohnt werden??? Niemand denkt mal an die verstorbenen!! Die einten haben noch das ganze leben vor sich gehabt und der zerstört es!! der gehört für immer hinter gitter!!
Falscher Ansatz
Es darf nicht jemand "bestraft" werden um "Gerechtigkeit" für irgendwelche Taten einzufordern, es sei denn zur Abschreckung. Niemand hat etwas "verdient", das Justizsystem sollte alleine dazu dienen solche Taten zu verhindern und Leute einzusperren damit diese keine weitere begehen.
Soso...
...finden Sie. Dann ist natürlich die Diagnose des professionellen Psychologenteams welches sich wochenlang eingehend mit dem Täter und dessen Leben, Persönlichkeit und geistigem Zustand beschäftigt hat widerlegt.