Eiseskälte

04. Februar 2012 09:53; Akt: 04.02.2012 11:51 Print

War das jetzt der absolute Tiefpunkt?War das jetzt der absolute Tiefpunkt?

Wegen der sternenklaren Nacht erlebte ein Grossteil der Schweiz die kälteste Nacht seit langem. An manchen Orten war es vor über 30 Jahren letztmals annähernd so kalt.

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Die Eiseskälte Anfang 2012 zaubert wahre Kunstwerke in die Landschaft. Wie etwa diesen Baum, den die exponierte Lage am Genfersee mit einem zotteligen Kleid überzogen hat. Diesen Brunnen in Reiden LU hat die Kälte in eine eindrückliche Skulptur verwandelt. Nein, Baden ist hier definitiv nicht mehr empfohlen. Die Schweiz friert zu. Bei wärmeren Temperaturen ist das ein Schiff - gesehen in Versoix am Genfersee. Da hilft ein Feuerzeug schon lange nicht mehr. Dieser Twingo wartet in Versoix auf mildere Temperaturen. Dieser Suzuki am gleichen Ort übrigens auch. Die Promenade in Nyon ist ebenfalls eine einzige Eisskulptur. Diese Abfallkübel in Genf sind randvoll. Da wächst doch was. Geknipst in Zürich. Eiskalt in Genf. Diese Pflanzen in Yverdon haben es schwer. Ein Sprung ins kühle empfiehlt sich hier nicht. Auch die Ufer am Bielersee sind eine einzige Rutschpartie. So schön ists in Versoix. Bloss nicht zu lange gucken: Fernrohr auf dem Uetliberg in Zürich. Eis-Stalaktiten bei Savognin. Das ist der Tinguely von Freiburg. Nyon ist kräftig vereist... ...das setzt den Masten zu. Diese Tafel am Genfersee wartet auf den Sommer. Diese auch. Anlegen unmöglich! Geknipst am Genfersee. Eiszapfen auch in Davos. Der Brunnen steht in Burgdrof, das Loch ist gestopft. Dieser Drache am Alfred-Escher-Brunnen speit kein Feuer. Hunderte Leser-Bilder erreichten uns in den letzten Tagen. Sie alle machen die Kälte sichtbar. Und alle sind sie spektakulär. Aber schauen Sie selbst. So schön kann der Winter sein. Auf dem Üetliberg ist alles weiss. Nur die Sonne des Planetenwegs leuchtet in Gelb. Nur noch Wagemutige posieren vor der Kamera. Und ganz, ganz Wagemutige tun dies fast nackt. Unser Vorschlag: Das ist unser Top-Kandidat fürs neue Phänomen «Frosting». Sogar Eisblumen haben sich gebildet. Geniessen Sie diese Impressionen ... ... am besten in der warmen Stube. Am Samstagmorgen (4. Februar 2012) am Hafen von Coppet am Genfersee. Das ist der bisherige Minus-Tempreatur-Rekord, der die Redaktion erreicht hat. Bieten Sie mehr? «Wär ich doch in Indonesien geblieben», schreibt Leser-Reporter René zu diesem Bild. «So ist es besser!» «D'Oh!» würde Homer Simpson nur noch sagen. Da hats dem Leser doch prompt ein Duff-Bier verjagt. Bei diesen Temperaturen nützen auch die Red HOT Chilli Peppers herzlich wenig. Ein traumhafter Wintertag beginnt auf der Belalp im Wallis. In Oberwald, ebenfalls im Wallis, ist es um 9.30 Uhr ziemlich frisch ... «Brrr.. Das ist keine Kälte in Basel ... sondern », findet Leser-Reporter Danijel. Auch der olympische Brunnen in Lausanne friert. Heiliges Kanonenrohr: So sieht es am 3. Februar in der Nähe des Hafens von Versoix am Genfersee aus. Versoix am Mittag des 3. Februar 2012. Da wächst sogar dem Hund ein Bart. «Eine frostige Bescherung» schreibt uns ein Leser-Reporter zu diesem Bild. Einen vereisten Brunnen hat Leser-Reporter Malik fotografiert. Leider hat er verschwiegen, wo sich der Brunnen befindet. Auch Hospental friert. Traumhafter Sonnenuntergang bei minus 10 Grad in Lyss BE. Da lupfts dem Tisch doch glatt den (Schnee-)Deckel! Einen gefrorenen Brunnen hat auch Leser-Reporter Edon vor die Linse gekriegt. Leser-Reporterin Valerie meldet, dass auch die Veveyse im Kanton Freiburg langsam aber sicher zufriert. Der Genfer-See bei Coppet bietet spektakuläre Ansichten. Bald findet man den Weg zum Schneebärgli gar nicht mehr ... Am Morgen danach auf dem Balkon eines Leserreporters ... Auf der Ebenalp im Kanton Appenzell Innerrhoden. Bevor sich Leser-Reporter Patrik allerdings aus dem Haus gewagt hat, hat er erst mal einen Blick aus dem Fenster geworfen. Der Bodensee bei Arbon TG. Vor dem Theater in Basel. Dieses Velo wurde in Geroldswil bei -12 Grad aufgenommen. Velofahren? - Fehlanzeige. Der Strand von Chez le Bart NE. Trotz strahlendem Sonnenschein ist ein Bad hier nicht verlockend. Der Sendeturm auf dem Titlis hat eindeutig ganz, ganz kalt. Ob der so wohl noch senden kann? Mächtige Eisgebilde haben sich auch am Alfred-Escher-Brunnen vor dem Zürcher Hauptbahnhof gebildet. Bereits in der Nacht auf Freitag war der Brunnen völlig mit Eis überzogen. Dieses Eis-WC fand der Leser am Donnerstagabend, 2.2.2012, auf der Zugfahrt von Bern nach Burgdorf. Cola-Dosen sollte man bei dieser Kälte nicht auf dem Balkon lassen, sonst hauts den Boden raus. Glasflaschen würden bei den Temperaturen wohl bersten - ausser das Bier ist bereits geöffnet. So kann Kälte auch aussehen: Ein überfülltes Wartehäuschen am Donnerstagabend in Lenzburg. Die Sihl in Zürich am Freitag: Zur Hälfte ist sie schon zugefroren. «Im Wasser schwimmen Mini-Eisschollen», schreibt der Leser-Reporter. Leserreporter Daniel Mathys schreibt: «Heute morgen 05.40 Uhr in Kandersteg: Ein frostiger Feierabend bei -24 Grad.Gute Nacht!» - das wünschen wir auch. Macht ganz den Eindruck, als wäre es dieser Brunnenfigur in Zürich zum Kotz... zumute. Aufgenommen am Genfersee. «Le Vully in Richtung Gruyere», schreibt uns Leserreporter Daniel Everett. Skijöring in Gstaad bei eisigen -16 Grad.

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Es wird immer kälter und kälter in der Schweiz: In der Nacht auf Samstag sank das Thermometer auch im Flachland auf minus 20 Grad. Manchen Orte erlebten die kälteste Februarnacht seit über 30 Jahren.

Grund für die tiefen Temperaturen seien wenig Wind und eine sternenklare Nacht, teilte MeteoNews mit. In Zürich Flughafen wurden um 4 Uhr morgens -20,2 Grad gemessen. Im thurgauischen Tänikon zeigte das Thermometer gar -22,3 Grad an, im basellandschaftlichen Känerkinden -19,2 Grad.

In der Nordwestschweiz und vom Kanton Zürich bis in den Thurgau sei an vielen Orten die kälteste Februarnacht seit über 30 Jahren gemessen worden, meldete SF Meteo.

Noch weit von einem Rekord entfernt

Am kältesten ist es derzeit in Schwyz und Graubünden: Meteomedia mass auf der Schwyzer Glattalp -34 und SF Meteo kam auf der Alp Buffalora am Ofenpass auf eine Temperatur von -31,3 Grad.

Damit ist die Schweiz noch weit von einem Rekord entfernt. Dieser wurde am 12. Januar 1987 im neuenburgischen La Brévine gemessen und beträgt -41,8 Grad, wie es auf der Internetseite von MeteoSchweiz heisst. La Brévine vermeldete in der Nacht auf Samstag «nur» -24 Grad Kälte.

Stromausfall im Toggenburg

Ein starker Nordwind hat am Freitagnachmittag in den Toggenburger Gemeinden Bütschwil und Ganterschwil einen Stromausfall verursacht. Die Bise hatte einen Defekt an einer 20'000-Volt-Freileitung ausgelöst, was zu einem Kurzschluss führte, wie die SAK mitteilten.

Mitarbeiter der St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG (SAK) konnten den Schaden beheben, wie es im Communiqué heisst. Vereinzelte Kunden waren allerdings gut zweieinhalb Stunden ohne Strom.

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(sda)

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  • Marc am 07.02.2012 15:40 Report Diesen Beitrag melden

    Welche Probleme?

    Was habt ihr für Probleme? Bei uns im Büro ist es 26°C warm. Alles doch halb so schlimm.

  • Basil am 05.02.2012 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Grüsse aus den Malediven

    Hier ist es 30 Grad plus!

  • hans am 05.02.2012 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    lieber kälte als Hitze

    Jetzt bei dieser Kälte gehe ich nach Draussen und Jogge mich gemütlich warm. Im Sommer Jogge ich mich zu Tode wegen der Hitze.