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Elfenbein verbrannt
21. Juli 2011 18:26; Akt: 21.07.2011 18:26 Print
Weisses Gold geht in Flammen auf
Die kenianische Regierung sagt Wilderei und Schmuggel den Kampf an. In einer symbolträchtigen Aktion hat sie fünf Tonnen Elfenbein verbrennen lassen.
Hunderte Stosszähne gewilderter Elefanten waren am Mittwoch im Nationalpark Tsavo-West zu einem riesigen Scheiterhaufen aufgestapelt worden. Das «weisse Gold» stammte ursprünglich aus Malawi, Tansania und Sambia. Mit der Verbrennung sollte sichergestellt werden, dass das vor Jahren in Singapur beschlagnahmte Elfenbein nicht doch noch auf den Schwarzmarkt gelangt. Es hat dort einen Wert von rund 13 Millionen Franken.
Präsident Mwai Kibaki setzte den Stapel persönlich in Brand.(Bild: Reuters)
Staatspräsident Mwai Kibaki setzte den Stapel persönlich in Brand. Kenia wolle der Welt zeigen, wie entschlossen gegen alle Formen von illegalem Elfenbeinhandel vorgegangen werde, sagte er. Kenianische Behörden hatten zuletzt 1989 Elfenbein verbrannt, um die Welt angesichts der um sich greifenden Wilderei in Afrika aufzurütteln. Die Zahl der Elefanten ist seither wieder auf etwa 500 000 gestiegen, doch Artenschützer befürchten angesichts des Hungers nach Elfenbein in Asien eine neue Krise.
Gleichzeitig wurde am Mittwoch erstmals der «Elephant Law Enforcement Day» begangen. Seit 2005 ist der Handel mit illegalem Elfenbein nach Angaben der Ermittlungsbehörde LATF um das Neunfache auf 5,7 Tonnen im Jahr 2010 gestiegen. Naturschutzorganisationen begrüssten die Aktion. «Wir hoffen, dass die medienwirksame Verbrennung ein Signal für einen besseren Elefantenschutz setzt», sagte Daniela Freyer, Elefanten-Expertin der Artenschutz-Organisation Pro Wildlife.

(pbl/sda/dapd)



























