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Nach Ballon-Schwindel
19. Oktober 2009 11:09; Akt: 19.10.2009 14:27 Print
Wird Falcon von seinen Eltern gequält?
Das Verschwinden des 6-jährigen Falcon Heene in einem Heissluftballon, das die USA stundenlang in Atem hielt, war vorgetäuscht. Für die Eltern wird es ein juristisches Nachspiel haben. Das hindert sie aber nicht, ihren Sohn weiterhin vor die Kameras zu zerren – selbst wenn er jetzt krank ist.
Sheriff Jim Alderden erklärte am Sonntag, die Eltern hätten «eine gute Show für uns abgezogen, und wir haben sie ihnen abgekauft». Vermutlich hätten sie die Geschichte erfunden, um auf ihren selbst gebauten Ballon aufmerksam zu machen oder um sich für einen Auftritt in einer Reality-TV-Show zu positionieren, sagte Alderden. Inzwischen hat sich auch ein ehemaliger Mitarbeiter Heenes zu Wort gemeldet, der behauptet, er habe gemeinsam mit ihm den PR-Coup vorbereitet. «Er wollte nichts anderes als eine neue Reality-Serie», erzählte Robert Thomas gegenüber «gawker.com».
Unter starkem Druck: Der sechsjährige Falcon auf den Armen seines Vaters
Es steht schwarz auf weiss
Ein Medienunternehmen hat der Familie Geld für die Vermarktung der Geschichte versprochen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass das fragliche Medium bereits vorab informiert gewesen sei, sagte Alderden. Zudem will die Polizei Robert Thomas als mutmasslichen Mitwisser vernehmen.
Der 25-jährige Thomas hat einen E-Mail-Wechsel mit dem Vater des Jungen, Richard Heene, an das Onlinemedium «gawker.com» verkauft. Daraus geht hervor, dass Heene vor einigen Monaten mit ihm über einen vergleichbaren PR-Gag sprach. «Das Ergebnis wird eine dramatische Bekanntheitssteigerung für die Heene-Familie sein», schrieb der Vater.
Sheriff Alderden zum Vorfall: «Wir habens ihnen abgekauft»
(Quelle: APTN Video)
Sheriff Alderden erwartet nun strafrechtliche Konsequenzen. Den Eltern drohen Haftstrafen bis zu sechs Jahren und ein Bussgeld bis
Falcon übergibt sich vor laufender Kamera
Mitten in einer Frühstücks-Liveshow musste der Sechsjährige zum WC rennen, um sich zu übergeben. Seine Eltern redeten unterdesssen ungerührt weiter. Stunden später eine ähnliche Szene, aber diesmal war Mutter Mayima vorbereitet: Sie reichte ihrem Sohn eine Dose, damit er sich übergeben kann.
(Video: YouTube)
US-Psychologen machen sich inzwischen Sorgen um den kleinen Falcon: Der Junge stehe unter starkem psychologischen Druck, den er kaum verarbeiten könne. Die drei Söhne der Familie hätten allerdings von der Inszenierung gewusst, behauptet Sheriff Alderden vor Journalisten. Ihnen drohten wegen ihres Alters aber vermutlich keine Strafen. Der älteste ist zehn Jahre alt. Die Kinder befanden sich am Sonntag noch in der Obhut ihrer Eltern. Die Jugendschutzbehörden haben sich aber eingeschaltet und prüfen den Fall.
(kle)



























