
Trotz der friedlichen Schlachtfeier (siehe Box) müssen die Luzerner Jungsozialisten mit Ungemach rechnen. Grund: Bei ihrer Gegendemo kam es laut der Vereinigung Pro Luzern zu «beleidigenden und primitiven Aussagen» gegen die Luzerner Regierung. So habe etwa der Luzerner Juso-Grossstadtrat David Roth dem Regierungsrat vorgeworfen, mit «den Nazis» zusammenzuarbeiten. «Das ist eine ungeheure Verunglimpfung unserer Regierung», wettert Pirmin Müller von Pro Luzern. Was ihn weiter nervt: Ein Teil der Demonstranten verstiess gegen das geltende Vermummungsverbot. Die Vereinigung verlangt deshalb in einem Brief an den Regierungsrat, dass die Juso zur Rechenschaft gezogen werden. Müller konkretisiert: «Die Partei soll sich an den Polizeikosten beteiligen.»
David Roth von den Juso nimmt die Forderung gelassen. Gegenüber 20 Minuten bekräftigte er gestern seinen Vorwurf: «Der Regierungsrat hat den Rechtsextremen einen unbewilligten Marsch zum Schlachtfeld ermöglicht.» Zu den vermummten Teilnehmern sagt er: «Wir haben die vereinzelten Personen auf das Vermummungsverbot aufmerksam gemacht. Mehr können wir nicht tun.» Regierungsratspräsident Max Pfister war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
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