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Sempach LU

Wegen Schlachtfeier-Demo: Juso droht ein Nachspiel

von Markus Fehlmann

Vermummte Demonstranten und böse Worte gegen die Regierung: Der Verein Pro Luzern will, dass die Juso für ihre Demo an der Schlachtfeier bestraft werden.

Linksgerichtete demonstrieren vor dem Stadttor gegen den traditionellen Umzug zum Denkmal der Schlacht von Sempach.
Linksgerichtete demonstrieren vor dem Stadttor gegen den traditionellen Umzug zum Denkmal der Schlacht von Sempach. (Bild: Keystone)
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200 Rechtsextreme kamen
An der 623. Gedenkfeier zur Schlacht bei Sempach sind am Samstag erneut rund 200 Rechtsextreme aufmarschiert. Dieses Jahr waren auch gegen hundert Linke vor Ort, die gegen die Neonazis demonstrierten. Die Feier verlief laut dem Kanton dennoch ohne Probleme. Wegen des regnerischen Wetters fand der Festakt in der Kirche und nicht beim Schlachtfeld statt. Gemäss Staatsschreiber Markus Hodel war dies kein politischer Entscheid.

Trotz der friedlichen Schlachtfeier (siehe Box) müssen die Luzerner Jungsozialisten mit Ungemach rechnen. Grund: Bei ihrer Gegendemo kam es laut der Vereinigung Pro Luzern zu «beleidigenden und primitiven Aussagen» gegen die Luzerner Regierung. So habe etwa der Luzerner Juso-Grossstadtrat David Roth dem Regierungsrat vorgeworfen, mit «den Nazis» zusammenzuarbeiten. «Das ist eine ungeheure Verunglimpfung unserer Regierung», wettert Pirmin Müller von Pro Luzern. Was ihn weiter nervt: Ein Teil der Demonstranten verstiess gegen das geltende Vermummungsverbot. Die Vereinigung verlangt deshalb in einem Brief an den Regierungsrat, dass die Juso zur Rechenschaft gezogen werden. Müller konkretisiert: «Die Partei soll sich an den Polizeikosten beteiligen.»

David Roth von den Juso nimmt die Forderung gelassen. Gegenüber 20 Minuten bekräftigte er gestern seinen Vorwurf: «Der Regierungsrat hat den Rechtsextremen einen unbewilligten Marsch zum Schlachtfeld ermöglicht.» Zu den vermummten Teilnehmern sagt er: «Wir haben die vereinzelten Personen auf das Vermummungsverbot aufmerksam gemacht. Mehr können wir nicht tun.» Regierungsratspräsident Max Pfister war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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