Aarau

01. Februar 2010 10:08; Akt: 03.02.2010 10:10 Print

Zahl der Lehrabbrüche durch Coaching verringernZahl der Lehrabbrüche durch Coaching verringern

Der Kanton Aargau bietet ab diesem Jahr neu für alle Branchen und Berufe ein Coaching für schwierige Lehrverhältnisse an. Ziel ist, Lehrabbrüche zu verhindern, wie das Departement Bildung, Kultur und Sport am Montag mitteilte.

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Im Kanton Aargau engagieren sich insgesamt 5476 Betriebe in der anspruchsvollen Ausbildung von insgesamt 16'984 Berufslernenden in über 220 Berufen.

Die Berufsbildungsverantwortlichen werden besonders in Krisensituationen bei ihren Betreuungs- und Begleitungsaufgaben gefordert. Lehrabbrüche sind für alle Betroffenen demotivierend, Ausserdem verursachen sie Kosten und erhebliche Umtriebe, wie das Departement weiter schreibt.

Coaching im Betrieb

Ziel des neuen Coachings von Lehrverhältnissen ist es, Lehrabbrüche zu verhindern. Dabei unterstützt eine neutrale Fachperson die Berufsbildungsverantwortlichen in Krisensituationen direkt im Betrieb. Sie erarbeitet mit den Berufslernenden Strategien und Lösungen zur erfolgreichen Fortsetzung des Lehrverhältnisses.

Um ein Coaching in Anspruch nehmen zu können, kontaktieren die Betriebe die Berufsinspektoren der Abteilung Berufsbildung und Mittelschule. Das Berufsinspektorat berät und trifft nach einer ersten Anhörung den Entscheid über ein allfälliges Coaching.

Für das Bauhaupt- und Nebengewerbe führt der Baumeisterverband Aargau mit dem Projekt «Bauperspektive» das Coaching im Auftrag des Kantons durch. Damit steht ein kompetenter brancheneigener Dienstleister zur Verfügung.

Breit abgestützte Massnahme

Bereits im Rahmen des Massnahmenpakets «Vitamin L» wurde für Berufe im gewerblich-industriellen Bereich ein Coaching für Lehrverhältnisse angeboten. Eine grossrätliche Motion gab den Anstoss, das bereits erprobte Instrument des Coachings in seiner Ausgestaltung neu zu konzipieren.

Dazu wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Schulen, Beratungsdiensten und Verwaltung eingesetzt. Die Neukonzeption des Coachings ist auf den 1. Januar dieses Jahres vorerst in Form eines zweijährigen Pilotbetriebs in Kraft getreten.

(sda)

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  • Peter Zehnder am 06.02.2010 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber nicht.

    Ich finde man muss schon im Vorfeld genügend abklären,ob ein Lehrling geeignet ist oder nicht.Wer will sich schon auf der Arbeit unnötig ärgern?Als Handwerker sind die Lehrlinge,bei uns auf der Baustelle oder auf Kundschaft dabei.Wir sind doch keine Hobbypsychologen.Da tut uns der Chef keinen Gefallen ,einen Problemfall als Lehrling anzustellen.

  • Dolores Cioci am 03.02.2010 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Positiv

    Ich finde diese Art von Unterstützung einer neutralen Fachperson sehr positiv.