Vater erstochen

18. Januar 2012 22:46; Akt: 18.01.2012 22:39 Print

Geständiger Sohn hatte «zwei Gesichter»Geständiger Sohn hatte «zwei Gesichter»

von Janko Skorup - Der Sohn von Peter B. hat zugegeben, seinen Vater getötet zu haben. Als Kind sei er verprügelt worden, später habe er gedealt, erzählen Kollegen.

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Der 18-jährige Täter Dominik B.

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Der 18-jährige Dominik B.* hat gestern gestanden, seinen 43-jährigen Vater Peter B.* am Wochenende in dessen Wohnung erstochen zu haben (20 Minuten berichtete). Am Dienstagmorgen wurde der Sohn verhaftet und befindet sich nun für weitere Ermittlungen in Untersuchungshaft, wie die Kantonspolizei Solothurn gestern mitteilte. Die Hintergründe sind noch unklar.

Michelle H.*, die Exfreundin des Geständigen, kann sich die Tat nicht erklären: «Dominik hatte es gut mit seinem Vater. ­Dieser hat ihm immer geholfen, wo er nur konnte. Er hat ihm sogar einen Job besorgt.» Bis im Oktober letzten Jahres habe Dominik B. noch bei seinem Vater gewohnt – weil er offenbar Probleme mit seiner Mutter und dem Stief­vater gehabt habe. «Der Stiefvater hat ihn geschlagen», weiss Tomislav K.*, ein alter Schulkollege von Dominik B.

Der Geständige sei nach einem Fussballlager im August 2010 «auf die falsche Bahn geraten und hatte Drogenpro­bleme», so die Exfreundin ­weiter. Die Mutter eines Kollegen von B. bestätigt: «Er hatte zwei Gesichter.» B. sei immer wieder von zu Hause ausge­rissen und habe «da und dort» geschlafen. «Auch bei uns», erklärt die Burgdorferin. «Aber als wir erfuhren, dass er mit Drogen dealt, haben wir ihm Hausverbot erteilt und unserem Sohn geraten, nicht mehr mit ihm zu verkehren.»

*Namen der Redaktion geändert