Tritte gegen Kopf

29. Januar 2012 15:33; Akt: 29.01.2012 15:33 Print

Polizei schnappt Schläger und sucht OpferPolizei schnappt Schläger und sucht Opfer

Ein 19-Jähriger hat in Lenzburg einen Mann brutal verprügelt. «Grundlos», gestand der Täter. Es sei nicht sein einziges Opfer. Die Polizei sucht nun weitere Opfer des «äusserst aggressiven» Mannes.

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Erst grundlos niedergestreckt, dann ins Gesicht getreten: In Lenzburg hat ein 19-Jähriger einen jungen Mann brutal verprügelt. (Bild: colourbox.com/Symbolbild)

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Eine Partynacht hat vergangene Woche in Lenzburg für einen 21-Jährigen im Spital geendet. Wie die Kantonspolizei Aargau berichtet, attackierte ein 19-Jähriger den jungen Mann in der Nähe der Mehrzweckhalle. «Ohne jeglichen Grund schlug er ihm die Faust ins Gesicht und traktierte ihn mit Fusstritten.» Selbst als er am Boden lag, trat ihm der Angreifer noch ins Gesicht, schreibt die Polizei. Der 21-Jährige erlitt eine Gehirnerschütterung sowie diverse Prellungen und musste ins Spital.

Die Polizei schnappte den Angreifer anfangs Woche. Seither sitzt der 19-Jährige in Untersuchungshaft. Inzwischen ist klar, dass er in dieser Nacht im Zug nach Aarau willkürlich weitere Personen attackiert hatte. Wie Kapo-Sprecher Bernhard Graser auf Anfrage sagt, ist allerdings nicht bekannt, wer die Opfer sind und ob sie verletzt wurden. Die Polizei bitte sie, sich zu melden. «Wir würden sie gerne auch befragen und ihnen das Recht auf Anzeige bieten», so der Sprecher weiter.

An Silvester bereits zu geschlagen

Wie die Befragungen der Polizei ergeben haben, wird der 19-Jährige auch dringend verdächtigt, bereits in der Neujahrsnacht nach einer Party im Kulturbetrieb KIFF in Aarau einen Passanten verprügelt zu haben. Er soll ihn grundlos mit einer Faust niedergestreckt und danach am Boden mit Tritten traktiert haben. Auch die Identität des damaligen Opfers ist gemäss Graser bis jetzt nicht bekannt.

Der 19-jährige Täter streitet gemäss Graser die Attacken nicht ab. Er sei geständig. Gemäss den Zeugenaussagen und seinen eigenen Erklärungen sei klar, dass er wahl- und grundlos agierte. «Das Aggressionspotenzial ist enorm», so Graser. Der Täter sei auffallend gross und stark. «Es hätte noch viel Schlimmeres passieren können.»

Haben Sie Hinweise, Anregungen oder Informationen? Mail an: digital@20minuten.ch

(amc)