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Thusis GR
09. Februar 2010 16:25; Akt: 09.02.2010 16:29 Print
Feuer wütete während 10 Stunden im Dorfkern
Bei einem Grossbrand im Dorfkern von Thusis sind drei Häuser zerstört worden. Das Feuer war am frühen Morgen ausgebrochen und konnte erst nach zehn Stunden gelöscht werden.
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Grossbrand in Herisau: Die Chronik
Das Feuer brach in einem dreistöckigen Wohnhaus mit angebautem Stall aus. Die Meldung über den Brandausbruch ging am Dienstagmorgen kurz vor fünf Uhr bei der Notruf- und Einsatzzentrale der Kantonspolizei Graubünden ein. Die Feuerwehr Thusis, welche kurze Zeit später vor Ort war, konnte nicht mehr verhindern, dass das Haus vollständig ausbrannte. Im Laufe des Vormittags griffen die Flammen zusätzlich auf die beiden angrenzenden Wohnhäuser über und breiteten sich vom Dachstock in die darunter liegenden Stockwerke aus. Auch diese beiden Häuser wurden vom Feuer und vom Löschwasser vollständig zerstört.
60 Personen evakuiert
Acht Personen, darunter ein Kind, mussten mit Atembeschwerden ins Spital Thusis gebracht werden. Mittlerweile geht es ihnen den Umständen entsprechend besser, sie werden aber weiterhin ärztlich betreut. Rund 60 Personen aus den betroffenen und den umliegenden Häusern wurden evakuiert. Die Bewohner der drei zerstörten Häuser können vorübergehend bei Verwandten und Bekannten sowie in Gemeindeunterkünften wohnen. Zur Betreuung der Evakuierten wurde das Care Team Grischun aufgeboten.
150 Feuerwehrleute über Stunden im Einsatz
Die Löscharbeiten gestalteten sich äusserst schwierig, weil die brennenden Gebäude dicht aneinander gebaut und die Gassen sehr schmal sind. Praktisch sämtliche Feuerwehren des Churer Rheintals zwischen Thusis und Landquart standen mit rund 150 Personen und während beinahe zehn Stunden im Einsatz. Die drei Wohnhäuser brannten vollständig aus, der Sachschaden beläuft sich auf mehr als eine Million Franken. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Die schwersten Feuersbrünste
Die Brandkatastrophen im Gotthard 2001 und in Gretzenbach SO 2004 waren die schwerwiegendsten Feuersbrünste der letzten zehn Jahre. Die spektakulärsten Brände der Schweiz seit 2000:
10. Feb. 2000: Ein Grossbrand auf dem Gugelmann-Areal im bernischen Roggwil richtet Schaden in Millionenhöhe an.
7. Februar 2001: Ein Grossbrand während eines Föhnsturmes zerstört im Ortskern der Liechtensteiner Gemeinde Balzers acht Wohnhäuser und mehrere Ställe.
24. Okt. 2001: Eine Brandkatastrophe im Gotthardtunnel fordert elf Opfer. Das Feuer war beim Zusammenstoss von zwei Camions ausgebrochen.
19. Jan. 2004: Bei einem Hotelbrand auf Melchsee-Frutt OW kommen zwei Frauen ums Leben. Offenbar liegt Brandstiftung vor.
27. November 2004: In Gretzenbach SO sterben sieben Feuerwehrleute, als bei einem Brand das Dach einer Tiefgarage einstürzt.
30. März 2005: Bei einem Wohnungsbrand in Beinwil am See im Kanton Aargau kommen ein 28-jähriger Bewohner des Hauses, seine 25- jährige Lebenspartnerin und ihr dreijähriges Kind ums Leben.
12. Dez. 2005: Beim Brand eines umgebauten Bauernhauses kommen in Kallnach BE eine Frau und zwei ihrer drei Kinder ums Leben. Ursache das Feuer war vermutlich eine brennende Kerze.
6. Juni 2006: Ein Grossbrand im alten Dorfteil von Flims zerstört sieben Häuser und sieben Ställe.
24. Mai 2007: Die Genfer Synagoge Malagnou wird bei einem Brand fast vollständig zerstört. Die Polizei findet Hinweise auf Brandstiftung.
15. Nov. 2007: Bei einem Grossbrand im Zürcher Zunfthaus zur Zimmerleuten wird ein 44-jähriger Feuerwehrmann tödlich verletzt.
24. Dez. 2007: Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Binningen BL kommt ein Kind ums Leben, 16 Personen werden verletzt, darunter sechs Kinder und ein Feuerwehrmann.
22. Jan. 2008: Im Bündner Bergdorf Splügen sterben zwei 24- jährige Frauen aus den Kantonen Wallis und Tessin bei einem Hausbrand.
15. Nov. 2008: Beim Brand in einem Nachtlokal in Augst BL werden drei Menschen getötet und mehrere Personen verletzt.
25. Mai 2009: Auf dem Campingplatz am Türlersee ZH explodieren Gasflaschen wegen einer undichten Stelle an einer Flüssiggasanlage. 17 Personen werden verletzt.
29. Sept. 2009: Bei einem Grossbrand im historisichen Kern von Herisau werden fünf Häuser stark beschädigt (siehe Kontext).
(kub/sda/dapd)

























