Aus Sessellift gefallen

24. Februar 2010 16:22; Akt: 25.02.2010 00:06 Print

Mädchen überlebt 14-Meter-SturzMädchen überlebt 14-Meter-Sturz

Ein sechsjähriges Mädchen ist in Alt St. Johann aus einem Sessellift rund 14 Meter in die Tiefe gefallen. Die Kleine hatte Glück – sie wurde nur leicht verletzt.

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Der Unfall passierte am Mittwoch kurz nach 10.30 Uhr auf dem Vierersessellift von Alt St. Johann Richtung Alp Sellamatt. (Marlene Kovacs)

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Das Drama ereignete sich gestern Morgen kurz nach 10.30 Uhr. Zusammen mit seinen Skischulgspänli wollte ein Mädchen aus dem Kanton Bern mit dem Sessellift von Alt St. Johann Richtung Alp Sellamatt fahren. Doch beim Einsteigen geschah das Unvorstellbare: Obwohl es die Kleine nicht schaffte, sich richtig auf den Sessellift zu setzen, griff niemand ein – weder der zuständige Skilehrer noch die Verantwortlichen des Sesselliftes. Die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren waren ganz auf sich allein gestellt. Ihre Mitfahrer versuchten, die Sechsjährige so gut wie möglich festzuhalten. Doch beim fünften Mast, nach einigen hundert Metern, verliess sie die Kraft – das Mädchen stürzte 14 Meter in die Tiefe. Hanspeter Schaller vom Pistenrettungsdienst war als Erster am Unglücksort: «Sie hat überhaupt nicht geweint – sie war sehr tapfer.» Er übergab das Mädchen der Rega, die es ins Kinderspital St. Gallen flog. Die Kleine hatte Glück im Unglück: Sie erlitt beim Sturz keine gravierenden Verletzungen.

Wer für die Tragödie verantwortlich ist, war gestern noch unklar. Bruno Dobler, Geschäftsführer der Toggenburg Bergbahnen AG, ist geschockt: «So etwas darf nicht passieren. Einer muss darauf achten, dass die Leute richtig einsteigen, und nötigenfalls den Lift stoppen.» Für Heinz Walter Mathys, Präsident der Kommission Unfallverhütung auf Schneesport­abfahrten, liegt die Verantwortung beim Skilehrer. Bei der Schneesportschule Alt St. Johann, wo das Mädchen unterrichtet wurde, verweigerte man gestern jeglichen Kommentar.

(dra/mko/sas/gsc/dp/20 Minuten/dapd)