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Replik
10. September 2009 12:14; Akt: 10.09.2009 12:33 Print
Islamisierung an der HSG – eine andere Sicht
SVP-Nationalrat Lukas Reimann kritisiert, dass Studenten der Universität St. Gallen (HSG) mit islamischer Propaganda indoktriniert würden. Einer der Referenten zum Thema das «Verhältnis von Islam und Christentum», Amor Ben Hamida, sieht das ganz anders.
Die Universität St. Gallen behandelt an ihrer traditionellen Startwoche zum Thema Interkulturelle Konflikte und Kooperationen auch das Verhältnis von Islam und Christentum. Ein Blick auf die Referentenliste und das Skript, das die Studenten bekommen haben, hätte genügt um festzustellen, das die HSG islamische Propaganda betreibe, wird SVP-Nationalrat Lukas Reimann in einem Artikel von «20 Minuten» zitiert.
Die Symbole der Weltreligionen Judentum, Christentum, Hinduismus, Islam und Buddhismus.(Bild: Keystone)
Referent und Autor Amor Ben Hamida.
Einer der Referenten, der Autor Amor Ben Hamida, kann Reimanns Sichtweise nicht verstehen. Er ist überzeugt, dass Kennen und Verstehen lernen die Voraussetzung für Toleranz und Frieden sind. Im Folgenden seine Argumente im Originalton.
«Ich bin doch sehr erschrocken, wie ein junger Politiker die Startwoche der Uni St. Gallen bezeichnet: Im Dienste der Islamisierung! Diesen Ausdruck würde nicht einmal ein Islamist verwenden, wenn die Uni Kairo oder Tunis über das Christentum referieren lässt.
Ich war selber gestern als Referent in der Uni St. Gallen eingeladen und habe über meine Erfahrungen im Zusammenhang mit Migration, Integration,
Kultur- und Religionskonflikte Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht. Die junge Hörerschaft, weit mehr als zweihundert Studierende, haben mit Interesse zugehört.
Wenn eine Gesellschaft einerseits den Radikalismus und Extremismus durch solche Veranstaltungen mit Informationsgehalt und persönlichem Engagement von Referentinnen und Referenten abzubauen sucht und auf der anderen Seite in jedem solchen Versuch eine Schwäche und Anpassung sieht, dann ist dies eine gespaltene Haltung, die uhs auf Dauer keinen Schritt vorwärts bringt.
Die Einstellung von Herrn Reimann ist vielleicht aufgrund seines Alters
verständlich: wenn er heute den Islam für Elend und Terrorismus verantwortlich macht, dann sollte er dringend ein paar gute Bücher lesen, die ihn eines anderen belehren werden. Sollte seine Aussage aber eher populistisch-politisch motviert sein, dann spielt er mit dem Feuer und auch das machen Kinder bekanntlich ohne den gebührenden Respekt davor.
Tatsache ist: Kennen und Verstehen ist die Voraussetzung für Toleranz und Frieden. Das haben wir am Mittwoch im Rahmen der Startwoche an der Uni St.
Gallen als Ziel gehabt und meiner Meinung nach auch erreicht.»
(whr)
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Alle 49 Kommentare






























Ich habe an der Startwoche teilgenommen
Herr Reimann hat überhaupt keine Ahnung. In keinster Weise wurde "Islamisiert". Das Ganze war neutral ausgerichtet. Man wurde auf verschiedene Religionen und Kulturen sensibilisiert und lernte Toleranz gegenüber anderen zu zeigen. Und übrigens wurde auch über das Christentum berichtet!
Die schleichende Islamisierung Europas
"Kennen und Verstehen ist die Voraussetzung für Toleranz und Frieden" - Hauptsache, wir Christen passen uns an. Wann kapieren wir endlich dass ein entscheidender Teil des Islam agressiv expandierend ist und auch vor Gewalt nicht zurückschreckt - Gute Nacht Europa
Erstaunlich
Mich erstaunt und belustigt, wie gerne die "Schäfchen" von der SVP die Schweiz mit der Islamischen Welt vergleichen. "Geh dort mal hin um....usw" Es scheint als seien diese so fixiert andere Glaubensrichtungen zu 'verteufeln' dass sie vergessen, dass der Christentum die viel üblere Geschichte hat.