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Mels SG
09. März 2010 23:03; Akt: 10.03.2010 22:58 Print
Künstler-Duo will Stecker ziehen
von Sascha Schmid - Die Künstler-Zwillinge Frank und Patrik Riklin wollen im Sommer der Gemeinde Mels einmal pro Tag für zehn Minuten den Strom abdrehen und den Bewohnern damit eine Denkpause geben.

Schalter umlegen: Die Gebrüder Riklin haben nach ihrem Null-Stern-Hotel eine neue Idee in petto. (Toni Dusek)
Die Erfinder des Null-Stern-Hotels in Teufen planen einen neuen Coup: In der Rheintaler Gemeinde Mels soll es im Sommer täglich zu einer bestimmten Zeit für rund zehn Minuten einen «Stromausfall» geben. Das Projekt haben Frank und Patrik Riklin für den Kultursommer unter dem Motto Melser Denkpause eingereicht und damit die Fachjury begeistert. «Das wäre eine sehr spannende Geschichte», sagt Jury-Präsident Toni Bärtsch. «In den zehn Minuten hätten die Melser Zeit, sich Gedanken über Dinge zu machen, über die man sonst zu wenig redet: sei das die Beziehung oder Probleme bei der Arbeit.» Der Möglichkeiten gebe es viele.Frank Riklin: «Es soll etwas passieren, was sonst nicht passieren würde.» Die Denkpause würde gut in unsere Zeit passen, in der viele Leute darunter litten, dass sie immer «unter Strom» seien.
Lichterlöschen auch in St. GallenDie Stadt St. Gallen macht bei der weltweiten Lichterlösch-Aktion Earth Hour am 27. März mit. «Wir sind eine Klimabündnisstadt und machen aus Solidarität mit», sagt Harry Künzle, Energiebeauftragter der Stadt. Um die Sicherheit während der Aktion zu gewährleisten, werden die Strassenbeleuchtungen jedoch weiterbrennen. «Gelöscht werden zum Beispiel die Lichter bei Kathedralen und Kirchen», so Künzle.
Noch bleibt abzuwarten, was die Bevölkerung von der Idee hält. «Viele sagen: Das ist sehr spannend, aber ist das auch machbar?», so Bärtsch. Tatsächlich würden sich beim geplanten Stromausfall viele Fragen ergeben: Was passiert, wenn jemand gerade im Lift ist oder wenn der Arzt einen Notfall hat? Diese und auch rechtliche Fragen werde man nun abklären. «Wir wollen das Projekt durchführen, aber nicht um jeden Preis», so Bärtsch.
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Alle 53 Kommentare




























Sicher nicht
Denke,die Idee ist vorbei. Das Ziel - nachdenken erreicht. Der Strom wird mit Sicherheit nicht abgeschaltet.Kann mir nicht vorstellen, wie die "Verantwortlichen" die entstehenden Kosten und Betriebssicherstellungen garantieren.Wenn ich für die Sicherstellung des Server-Betriebs in verschiedenen Ländern verantwortlich bin (remote-Access/Pikkett), wird das wohlkaum die Gemeinde Mels übernehmen wollen.Oder etwa doch?
Strom abschalten
Die Personen die wünschen die Energie für 10 Minuten täglich abzuschalten sollten mit dieser Idee zu einem Spital gehen mit Intensivstation. Aber dies natürlich ohne Notstromgeneratoren! Sie dürfen dann beim Sterben der Mitbürger und Steuerzahler beiwonnen, die an lebenserhaltenen Anlagen angeschlossen sind oder sich dummerweise gerade bei der Operation als Patient befinden.
spinnerei
Muss man wirklich spinnen, um als Künstler anerkannt zu sein.