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28. Mai 2007 22:10; Akt: 28.05.2007 22:10 Print
Permafrost weg: Felssturz an der Säntis-Nordwand
Mehrere hundert Kubikmeter Fels sind am Grauchopf abgebrochen und fast bis zur Schwägalp hinuntergestürzt. Verletzt wurde niemand. Der Bergweg zum Säntis ist seither gesperrt.
Säntisbahnarbeiter hatten vergangene Wochen grosse Geröllkegel auf der anderen Talseite entdeckt. Schnell wurde klar: An der Nordwand des Säntis, beim Grauchopf, waren mehrere hundert Kubik Gestein abgerissen. Wie die Ausserrhoder Kantonspolizei am Wochenende mitteilte, stürzten die Felsmassen 600 Meter ins Tal und verschütteten Teile der Alp gegenüber der Säntisbahnstation. «Verletzt wurde glücklicherweise niemand», sagt Ernst Schmid, Hundwiler Gemeindepräsident. Allerdings wurde auch der Weg zum Säntis zugeschüttet; dieser ist seither gesperrt. «Es könnten sich noch Felsbrocken lösen», so Schmid.
Hundert Kubik Fels und Geröll lösten sich und rutschten auf die darunter liegende Alp. (Foto: Keystone/Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden)
Den Grund für den Felssturz vermutet der untersuchende Geologe Beda Fuster in der Klima-Erwärmung. «Das ewige Eis ist in den letzten zehn Jahren geschmolzen, darum wurden die Felsmassen instabil», so Fuster. Ungelegen kommt der Felssturz den Säntisbahnen. «Jetzt beginnt bei uns die Wandersaison», so Geschäftsführer Bruno Vattioni. Er hofft, dass der Weg in zwei Wochen wieder geöffnet werden kann.
Annette Hirschberg

























