GOLDACH

07. Dezember 2008 22:15; Akt: 07.12.2008 21:17 Print

Verminte St. Galler Brücke von der Armee entschärftVerminte St. Galler Brücke von der Armee entschärft

von Marco Kamber - Mysteriöse Arbeiten sind in den letzten Wochen bei der Bruggmühle-Brücke verrichtet worden. Jetzt ist klar: Die Armee entfernte dort noch scharfe Sprengsätze aus Kriegszeiten.

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Wer in den letzten zwei Wochen zwischen Goldach und St. Gallen unterwegs war, konnte die rund achtzig Meter lange Bruggmühle-Brücke auf der St. Gallerstrasse wegen Bauarbeiten zeitweise nur einspurig befahren. Recherchen von 20 Minuten haben ergeben, dass hinter den Arbeiten nebst Sanierungen auch ein Auftrag der Schweizer Armee steckte: «Wir haben bei der Brücke Sprengstoff ausgebaut», bestätigt VBS-Sprecher Christoph Brunner auf Anfrage. Dabei handle es sich um Zerstörungseinrichtungen, die während dem Zweiten Weltkrieg eingebaut worden sind. «Im Ernstfall hätte die Brücke gesprengt werden können, um ein feindliches Durchkommen zu verhindern», so Brunner.

Für die Bevölkerung hätten die explosiven Ladungen aber keine Gefahr dargestellt. «Eine Fehlzündung ist unmöglich. Der Sprengstoff kann nur von Spezialeinheiten gezündet werden», so der VBS-Sprecher. Solche Sprengsätze gibt es nicht nur in Goldach: «Seit 1985 sind rund 5000 Schweizer Brücken entschärft worden», so Brunner. Dazu gehören fast alle grossen Überführungen über Flüsse sowie Autobahn- und SBB-Brücken. Finanziert werden die Arbeiten vom VBS.