Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
St. Gallen
02. Februar 2012 22:21; Akt: 02.02.2012 21:39 Print
Die Quartierlifte setzen auf Kunstschnee
Mit dem Schnee nehmen auch Skilifte in tieferen Lagen den Betrieb auf. Zum Ärger der Umweltschützer setzen diese nicht selten auf Schneekanonen.

Kunstschnee trotz Neuschnee: Schneekanone am Beckenhalde-Hang in St. Georgen. Foto: nff
Gut 35 Kinder und zehn Erwachsene rutschten gestern über die Skipiste auf der Beckenhalde am St. Galler Stadtrand. Ein 300 Meter langer Skilift zieht dort an rund 30 Tagen pro Jahr die jungen Wintersportler den Hang hinauf. Was die Stadtkinder jubilieren lässt, sorgt bei Ostschweizer Umweltschützern für Ärger. Denn: Der Hang in St. Georgen wird mit einer Schneekanone künstlich beschneit. Auch diese Woche wurde fleissig Kunstschnee produziert. «In solch tiefen Lagen haben Schneekanonen einfach nichts zu suchen», sagt dazu Roland Peter vom WWF. Der WWF sei generell gegen Schneekanonen. In grossen Skigebieten könne man aus wirtschaftlichen Überlegungen ja mal ein Auge zudrücken, so Peter, «aber doch nicht bei einem Dorflift auf 700 Metern über Meer».
Video
Kunstschnee
Verspätungen und Unfälle
Wegen des Neuschnees ist es gestern zu zahlreichen Unfällen auf den Ostschweizer Strassen gekommen. In Matzingen landete ein Auto auf dem Gleis der Frauenfeld-Wil-Bahn. Die Strecke musste vorübergehend gesperrt werden. Auch auf dem Ostschweizer Eisenbahnnetz kam es am Morgen teilweise zu leichten Verspätungen. Die Stadtpolizei St. Gallen warnte gestern zudem vor dem Betreten jeglicher Eisflächen. Obwohl sich mittlerweile eine Eisdecke auf den Drei Weieren gebildet habe, sei diese noch zu dünn und beim Betreten bestehe Lebensgefahr, schreibt die Stadtpolizei.
Die Beckenhalde ist keine Ausnahme. Auch der Skilift im thurgauischen Oberwangen verfügt über vier Kanonen, die diese Woche im Einsatz standen. Heute soll die Saison eröffnet werden. Sowohl in St. Gallen als auch in Oberwangen führt man nicht zuletzt ökologische Gründe für den Schneekanonen-Einsatz ins Feld: «Sonst würden die Leute mit dem Auto ins Toggenburg oder nach Österreich fahren», sagt Harald Wagner von der Genossenschaft Skilift Oberwangen.
(eli/20 Minuten)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.



























Gerade -aus-gesprochen--
Ski-fahren ist egal wo, ein ökologischer blödsinn, und ein teures Hobby obendrein.. Aber solange das Skilager in den Schulen OBLIGATORISCH ist und die Schweiz ja eine Skination ist, wird sich nichts daran ändern... Aber wie wäre das wenn der WWF im Gegenzug der Sommertourismus in den Bergen nicht bremsen würde?? Da könnte man diese Regionen auch im Sommer geniessen. Und nein, "nur" Wandern ist mir zu langweilig. Es muss ja nicht gleich ein Vergnügungspark ala Rust sein.
Vergnügen - unbedingt
Da reden Alle vom Energiesparen - aber für diesen nicht nötigen Spass ist das alles wieder vergessen - man kann dann ja wieder gegen AKW wettern - den Strom fürs rutschen hat man/frau dann schon verbraucht. So konsequent ist der Umwelt-Landschafts-Menschheitsschutz in den Köpfen. Bald werden dann noch Kühlschlagen in den Boden verlegt dass man uach im Juni in St. Gallen noch schlitteln und Skifahren kann.