Übergriffe in Heimen

12. März 2010 17:16; Akt: 12.03.2010 17:25 Print

«Gott hilft» richtet Hotline für Betroffene ein«Gott hilft» richtet Hotline für Betroffene ein

Der Stiftung «Gott hilft» sind nach den jüngsten Medienberichten weitere Übergriffe unter Jugendlichen in den Heimen in Graubünden und Appenzell Ausserrhoden gemeldet worden.

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«Gott hilft» richtet jetzt eine Hotline für Opfer ein. Unter der Telefonnummer 081 252 18 80 können sämtliche Vorfälle in pädagogischen Institutionen der Stiftung «Gott hilft» seit der Eröffnung des ersten Heims 1916 in Felsberg GR anonym gemeldet werden, wie es im Communiqué der Stiftung heisst. Die Anlaufstelle koordiniere weitere Hilfe und Unterstützung der Opfer.

Die Meldungen würden gesammelt und in einem Bericht zu Handen der Stiftungsleitung ausgewertet und beurteilt. Aufgrund der Ergebnisse dieses Berichts will «Gott hilft» Sofortmassnahmen einleiten.

Externe Fachleute

Gleichzeitig zur Einrichtung der Anlaufstelle setzt der Stiftungsrat eine Gruppe ein, die aus Leuten der Stiftung und externen Fachleuten besteht. Ihr Ziel ist es, strategische und operative Abläufe in Zusammenhang mit Vorfällen und Krisen in der Stiftung «Gott hilft» auf Entwicklungspotenzial zu analysieren.

Der Bericht dieser Gruppe und derjenige der Anlaufstelle für Opfer werden mit den daraus abgeleiteten Massnahmen im Juni der Öffentlichkeit vorgestellt, wie «Gott hilft» in Aussicht stellt.

Eine Handvoll Übergriffe

Die Stiftung hatte am Donnerstag in Chur an einer Medienkonferenz darüber informiert, dass seit dem Jahr 2003 eine Handvoll strafrechtlich relevanter Fälle von Gewalt oder sexuellen Übergriffen zwischen Jugendlichen in «Gott hilft»-Heimen vorgekommen und den zuständigen Stellen gemeldet worden seien.

Diese Übergriffe in «Gott hilft»- Heimen publik gemacht hatte Anfang dieser Woche die Ein-Mann-Organisation «Kinder ohne Rechte».

(sda)

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  • Sandro, Opfer am 18.04.2010 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Frömmler Gewalt gegen Kindeswohl

    Erzieher, Lehrer und Heimleiter haben Kinder ungerechtfertigt bestraft, misshandelt/verprügelt und schikaniert. Im Umfeld von Willkür, Verrat, Repression, Schikanen, Vertuschen und Verheimlichen, war es unmöglich ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. In Heimen gibt es "eigene Gesetze" und Regeln, wie dies in Gefängnissen der Fall ist. Als Aussenstehender hat man keinen Einblick. Fremdplazierte Kinder sind gemäss Statistik, einem mehrfach höheren Risiko ausgesetz, dass sie physische und psychiche Gewalt erleiden. Die Wegnahme von den Eltern ist für die meisten eine schwere Traumatisierung.

  • Stich Nadel am 14.03.2010 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sofortiger Kirchenaustritt

    Soll mir noch jemand sagen, die katholische Kirche wisse nichts von den Übergriffen! Doch der Vatikan macht auf die bewährte Tour der 3 Affen: Augen zu, Ohren zu, Mund zu. Die Zeit wird's schon heilen. Und selbstverständlich mit Gottes Segen. Aber diesmal hoffentlich nicht. Raus aus dieser verlogenen Organisation - treten Sie aus der katholischen Kirche aus!

  • Sandra Schmid am 14.03.2010 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Gott Hilf

    ich finde es eine Frechheit, dass sich ein Heim so nennen darf und solche Sachen abzieht. Echt schlimm.