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Netstal GL
12. Juli 2010 23:52; Akt: 12.07.2010 19:08 Print
«Hobby-Agent» soll Vermögen abliefern
von Attila Szenogrady - Wegen einer Blaufahrt ist ein Familienvater aus Netstal als «Hobby-James-Bond» mit einer eindrücklichen Waffensammlung aufgeflogen.
Letzte Woche stand er in Zürich vor Gericht und soll jetzt eine unbedingte Geldstrafe von
Die Zahl 13 brachte dem heute 62-jährigen Spitalmitarbeiter aus Netstal kein Glück. So fuhr er am 13. Dezember 2009 mit seinem Personenwagen am Nachmittag durch Zürich und geriet am Sihlquai in eine Polizeikontrolle. Für die Fahnder war es ein Volltreffer: So hatte der Lenker nicht nur mindestens 2,37 Promille Alkohol im Blut, sondern führte auch diverse verbotene Gegenstände mit sich.
Waffensammlung beschlagnahmt
Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie das Fahrzeug des verhafteten Anästhesisten durchsuchten. So stellten sie zunächst einen Arztkoffer mit diversen Ampullen und Medikamenten sicher. Darunter befanden sich Dormicum, Adrenalin und weitere Betäubungsmittel, die der Garner ohne Bewilligung auf sich getragen hatte.
Was aber viel schwerer wog: Die Untersuchungsbehörden stiessen auf ein Arsenal, das eines Geheimagenten würdig wäre. So auf eine als Regenschirm getarnte Feuerwaffe, auf einen Totschläger sowie auf einen Taser (gefährliche Elektroschockwaffe).
Die eingeschaltete Staatanwaltschaft reagiert sofort und befahl auch am Wohnort des Schweizer Staatsangehörigen eine Hausdurchsuchung. Auch dort wurden die Beamten fündig. Sie fanden drei Maschinenpistolen, eine Selbstladepistole, einen Revolver, ein Laserzielgerät sowie einen Schalldämpfer. Diverse Waffen, die der Angeschuldigte ohne Bewilligung erworben und gelagert hatte.
Waffennarr mit einem Schuss Verfolgungswahn
Am letzten Donnerstag musste sich der Blaufahrer vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Er legte ein umfassendes Geständnis ab. Der heute 62-jährige Vater von zwei erwachsenen Kindern gab zu, dass er ein Waffennarr sei. Doch nur im Sinne eines Sammlers. Allerdings räumte er auch ein, dass er diverse Waffen täglich in seinem Auto zur Selbstverteidigung mitgeführt habe. Heute sei es ja beängstigend, was für Sachen überall passieren würden, sagte der Hobby-Agent aus und offenbarte damit auch einen Schuss Verfolgungswahn.
Auf die richterliche Frage, ob er Feinde habe, konnte oder wollte der Angeklagte nicht beantworten. Konkrete Personen oder Namen benannte er jedenfalls nicht.
Es wird sehr teuer…
Aufgrund von zwei einschlägigen Vorstrafen bezüglich Alkohols am Steuer wird es für den Waffensammler teuer. So soll er eine unbedingte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 160 Franken, also insgesamt

























