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Gewusst wie
05. Juni 2008 23:15; Akt: 27.08.2008 16:33 Print
Tüftler heizt mit Holzauto durchs Land
von Sascha Schmid - Dem Thurgauer Daniel Hagen ist der Benzinpreis egal. Sein Wagen fährt mit Holz. Beim Starten des knallgelben Opels kommt Grill-Stimmung auf.
Daniel Hagen aus dem thurgauischen Hüttwilen heizt sein Holzauto ein, das er selber gebastelt hat – das Holzgas ersetzt das Benzin.
Erst muss Hagen die Asche vom letzten Mal ausleeren, dann 20 Kilo Holz in den Heizkessel schaufeln, anzünden und zehn Minuten warten, bis die Glut stimmt. Doch dann brät er keine Cervelats, sondern steigt in den Wagen und fährt zur Arbeit. «Ich muss eine Stunde früher aufstehen, als wenn ich das normale Auto nehme», erzählt der Tüftler aus Hüttwilen. Doch mit seinem normalen Wagen zieht er auch keine Blicke auf sich. Mit seiner «Holzkutsche» schon. Denn welches Auto hat schon einen Heizkessel am Heck und riecht nach Grillparty? Die Eigenkonstruktion ist allerdings ein bisschen komplizierter als ein Grill. Im so genannten Holzvergaser wird das Holz nicht verbrannt, sondern vergast. Das Gas ersetzt das Benzin. «Der Motor läuft seidenweich», sagt Hagen. Die Bedienung ist aber nicht ganz einfach. Hagen muss das Gemisch aus Luft und Gas von Hand regulieren, und wenn er aufs Gas drückt, reagiert der Motor erst zwei Sekunden später. «Alltagstauglich ist der Wagen nicht unbedingt, aber ich wollte beweisen, was mit dieser vergessenen Technik möglich ist», so Hagen. Damit hat er es jetzt sogar ins Spiegel-TV geschafft.

























