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25. September 2007 22:41; Akt: 26.09.2007 06:25 Print
Flugschüler sorgt für Terror-Ängste
Der arbeitslose Ägypter A.S. (37) will in Altenrhein den Pilotenschein machen. Das Flughafenpersonal ist beunruhigt. Und: Wer bezahlt die Lektionen?
Der St.Galler Kantonsrat wollte gestern über den Vorstoss des Oberrieter SVP-Kantonsrats Roland Büchel nicht einmal diskutieren; er wies ihn als unzulässig ab. Dabei fand Büchel, er habe höchst Brisantes zu erzählen, was er dann gegenüber Radio Top auch tat: Auf dem Flughafen Altenrhein nimmt seit Juni der in St.Gallen wohnhafte arbeitslose Ägypter A.S. Flugstunden. Ziel: der Privatpilotenschein. «Der Mann ist uns in verschiedener Hinsicht aufgefallen», bestätigt Bruno Scherrer, Leiter der Fliegerschule St.Gallen-Altenrhein.
Flugstunden nicht verbotenDer mit einer Schweizerin verheiratete A.S. hat vom Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) einen Lernflugschein ausgestellt bekommen. Aufgefallen ist der Ägypter dort offenbar nicht. Dazu Justiz- und Polizeidirektorin Karin Keller-Sutter: «Aufgrund der Nationalität allein kann der Besuch von Flugstunden nicht unterbunden werden. Es sei denn, es lägen konkrete Hinweise vor, dass eine Person gefährlich ist.»
«Er verlangte im Mai einen Kostenvoranschlag für die Ausbildung zuhanden des RAV. In der Zwischenzeit hat der Mann rund fünf Lektionen absolviert, fuhr aber dazwischen mehrmals nach Ägypten.» Erinnerungen an die Anschläge vom 11. September 2001 wurden wach. Ein ungutes Gefühl hegen Scherrers Mitarbeiter vor allem, weil nicht klar ist, wozu A.S. Pilot werden will, er aber als Flugschüler jederzeit freien Zugang zum Flughafen hat. «Wir prüfen derzeit, ob wir den Unterricht mit A.S. abbrechen», so Scherrer.
Walter Abderhalden, stellvertretender Leiter des Amts für Arbeit, sagte gestern, es sei nicht möglich, dass das RAV einen solchen Kurs finanzieren würde. Allerdings bestätigt er, dass ein RAV-Kunde während einem Beratungsgespräch im Mai einen entsprechenden Wunsch geäussert hatte.
Gaudenz Looser/Felix Burch

























