
«Die Idee, den Penaltypunkt zu ergattern, war genauso spontan, wie die Umsetzung», schreiben die Kidnapper des Elfmeterpunkt vom Espenmoos. Aber sie haben nicht mit einem derart grossen Medienecho gerechnet.
«Nie hätten wir damit gerechnet, eine derart hohe Medienresonanz zu erreichen.» In der Tat. Nicht nur zahlreiche Printmedien, sondern auch «10vor10» des Schweizer Fernsehens und diverse Internetportale in Deutschland berichteten vom dreisten Klau.
Es sei nie Ziel gewesen, dem FC St. Gallen oder dessen Führung eins auszuwischen. Wir verstehen die übertriebene Reaktion von Patrick Köppel bis zu einem gewissen Punkt. Auch die Angst vor Nachahmungstätern scheint uns berechtigt», schreiben die Entführer. Doch als «Hirnlose» bezeichnet zu werden, schmeckt den St.Gallen-Fans nicht.
Deshalb gehen sie nun in die Offensive: «Uns geistern nun einige Ideen durch den Kopf, wie es weitergehen könnte», heisst es in dem Schreiben. Auch ihrem Club möchten die Kidnapper entgegenkommen. Die Entführer erwägen, den Penaltypunkt zu Gunsten der Nachwuchsförderung des FCSG zu versteigern, «wenn eine gewisse Nachfrage» bestünde.
Doch: «Die momentane Lage erlaubt es uns nicht, unseren Wunsch umzusetzen.» Konkret wollen die Entführer erreichen, dass die Strafanzeige gegen sie zurückgezogen wird. Denn bei einer Versteigerung würden die beiden unbekannten Diebe natürlich auffliegen.
FC will Strafanzeige zurückziehen
Beim FC St.Gallen wusste man am Freitagabend noch nichts vom Verhandlungsangebot der Elfmeterdiebe. Mediensprecher Daniel Wirth war überrascht vom Angebot, den Rasenfleck zugunsten wohltätiger Zwecke zu versteigern.
Weitere Recherchen von 20minuten.ch ergaben: Beim FCSG ist man nicht abgeneigt, dem Angebot der Diebe zu folgen. Wie Mediensprecher Daniel Wirth des FC St.Gallen sagte, würde man sich den Vorschlag der beiden überlegen. Und auch Nachfrage sagt Wirth: «Wir werden die Anzeige zurückziehen, wenn sie sich bei uns melden.»
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