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St. Gallen
14. Juni 2009 21:31; Akt: 14.06.2009 20:33 Print
«Taxi Mama» ersetzt Velo: Kinder verlernen das Fahren
von Katja Fässler/Mario Pavlik - Weil ihre Eltern sie zur Schule chauffieren, können immer weniger Kinder Velo fahren. Pro Velo St. Gallen will diesen Trend nun brechen.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der fahrradfahrenden Kinder um 50 Prozent geschrumpft. Das zeigt eine Statistik des Verkehrs-Clubs der Schweiz. Grund für diese Abnahme sei der Chauffeurdienst vieler Eltern. Für Michael Städler von Pro Velo St. Gallen ist dies erschreckend: «Eltern sollten ein sportliches Vorbild sein und ihre Kinder nicht ständig zur Schule fahren», so Städler. Dadurch verpassen die Sprösslinge nicht nur ihre tägliche Bewegung, sondern auch die Chance, das Verhalten im Strassenverkehr zu erlernen.
Kinder sollen wieder öfter mit dem Velo zur Schule fahren.
Im Kanton St. Gallen sind Velokurse in der Primarschule zwar obligatorisch. «Die Kinder werden dort in Praxis- und Theorielektionen auf den Verkehrsalltag vorbereitet», so Kapo-Sprecher Hans Peter Eugster. Laut Städler wäre es aber wichtig, dass die Kinder täglich mit dem Velo in die Schule fahren und so routiniertere Verkehrsteilnehmer werden. Deshalb startet Pro Velo ab dem 17. August zum zweiten Mal die Aktion Bike 2 School. «Wir erhoffen uns mit der Aktion, dass die Ostschweizer Schüler öfters das Fahrrad benutzen», so Städler. Noch bis zum 31. Juli können sich interessierte Klassen anmelden.


























