Schock bei Hündelern

30. März 2009 15:12; Akt: 30.03.2009 17:38 Print

Hundehasser legt vergiftete Cervelats ausHundehasser legt vergiftete Cervelats aus

von Annette Hirschberg - Giftalarm an der Thur bei Oberbüren (SG): Nur mit viel Glück überlebte Hündin Jeny den Verzehr eines halben Cervelats. Die Wurst war mit Rattengift gefüllt. Bei den Hündelern geht die Angst um.

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Marlen Bertagnoli aus Henau (SG) spaziert regelmässig mit ihrer Berger-Hündin der Thur entlang. So auch am vergangenen Donnerstag: Doch diesmal stutzt die Hundebesitzerin bei einem Wäldchen in Oberbüren (SG): Ihre Hündin Jeny schnupperte verdächtig lange unter den Büschen am Wegrand. «Dann sah ich, dass sie frass», erzählt Bertagnoli. Sofort gibt sie das Kommando «aus». Für Jeny heisst das: Hör auf zu Fressen.

Ein mit blauen Körnern gefüllter Cervelat

Doch es ist zu spät. Bertagnoli stockt der Atem, als sie sieht, was neben dem Hund am Boden liegt: Ein halber Cervelat, gefüllt mit blauen Körnern. «Mir war sofort klar, dass dies ein Köder mit Rattengift war», sagt Bertagnoli. Rattengift, so die Hundebesitzerin, ist sehr gefährlich und führt unbehandelt zum Tod des Tieres.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit Rattengift

Bertagnoli reagiert sofort: Sie packt den vergifteten Cervelat ein und bringt Jeny auf direktem Weg zum Tierarzt. Dort gibt man der Hündin ein Brechmittel und Vitamine als Gegengift. «Zum Glück geht es Jeny wieder gut und sie zeigt keine Vergiftungserscheinungen», sagt Bertagnoli heute erleichtert. Tierarzt Darko Popovic aus Gossau (SG) bestätigt den Vorfall. Die blauen Körner in der Wurst seien nicht wissenschaftlich untersucht worden, es handle sich aber mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit um Rattengift.

Alarm unter den Hundhaltern

Hundebesitzerin Bertagnoli vermutet, dass es sich um eine gezielte Aktion eines Hundehassers handelt. «Der Köder war so ausgelegt, dass der Hundebesitzer ihn nicht sieht, das Tier ihn aber sofort riecht.» Sie ist darum überzeugt, dass an der Thur noch mehr Giftköder verstreut wurden. «Ich schlug sofort Alarm in der Umgebung und informierte alle Hundebesitzer.» Auch Artur Fraefel, Präsident des Kynologischen Vereins Untertoggenburg, erhielt ein Mail und leitete dieses umgehend an alle Vereinsmitglieder weiter. «Das ist ein feiges Verhalten, eine richtige Sauerei», ärgert er sich.


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