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Ungebetener Gast
02. Februar 2010 10:16; Akt: 02.02.2010 23:00 Print
Frau findet Frosch im Fertigsalat
Da machte eine Konsumentin aus St. Gallen grosse Augen: In einem Fertigsalat eines Grossverteilers versteckte sich ein französischer Laubfrosch. Wie es der Frau geht, ist nicht bekannt. Der Frosch kämpft ums Überleben.
Diese Salatpackung wird der Frau aus St. Gallen wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Am Freitagmorgen fand sie in dem Fertigsalat eines Grossverteilers einen etwa drei Zentimeter grossen, lebenden Frosch. «Ratlos, was sie nun mit dem Fund anfangen sollte, meldete sie sich bei der Stadtpolizei», teilte diese mit. Zunächst wurde der Tierschutzbeauftragte Peter Baumann eingeschaltet, der das Tier bei der Frau abholte. Schliesslich übernahm der Amphibienspezialist Jonas Barandun vom Naturkundemuseum den ungebetenen Gast.
Geschütztes Tier: Europäischer Laubfrosch. (Bild: Wikipedia)
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Der Spezialist erkannte sofort: Bei dem «blinden Passagier» handelt es sich um einen französischen Laubfrosch. «Diese Frösche leben gerne in Pflanzen und treten oft in der Umgebung von Plantagen auf», sagt Brandun zu 20 Minuten Online. Dort vermehren sie sich in den Wassertanks - und geniessen den Salat. Es sei deshalb nicht ganz überraschend, dass ein solches Tier den Weg in die Schweiz findet. Offen ist allerdings auch für den Experten, wie der Frosch den Gang durch die Schneidanlage überlebte.
Überleben nicht gesichert
In der Salatpackung reiste er schliesslich in die Schweiz und wurde von einem Grossverteiler in St. Gallen abgeliefert. Eine Reise, die dem Franzosen arg zusetzte. «Der Frosch ist in einem schlechten Zustand», sagt Barandun. Sein Überleben sei noch nicht gesichert, der Frosch brauche nun Schonung.
Eine vorübergehende Bleibe hat man dem Fremdling im Terrarium der Kantonsschule am Brühl in St. Gallen zur Verfügung gestellt. Klar ist: Aussetzen darf man den Frosch nicht. Er gehört einer geschützten Art an und wurde 2008 zur «Amphibie/Lurch des Jahres» gekürt. Der Laubfrosch soll in Zukunft - sollte er sich erholen - zusammen mit Artgenossen dem Biologiestudium dienen.
(meg)

























