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Tödlicher Unfall
02. September 2009 21:46; Akt: 02.09.2009 21:04 Print
Angeklagter Tauchkollege weinte vor Gericht
von Marlene Kovacs - Ein Tauchunfall im Bodensee forderte das Leben eines 34-Jährigen. Gestern stand sein Kollege wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht.
«Ich habe heute noch damit zu kämpfen», sagte der heute 34-jährige Tauchlehrer weinend vor dem Kreisgericht Rorschach. So sei er seither nie mehr tauchen gegangen. Am 21. August 2007 hatte er dabei zusehen müssen, wie sein Tauchkollege im Bodensee ertrank. Man geht zwar davon aus, dass es ein Unfall war, laut Staatsanwaltschaft trägt er aber eine Mitschuld: Der Mann habe die Situation nicht richtig eingeschätzt und falsch reagiert.
Riskantes Tauchen. (Symbolbild Arnold)
So soll der Tauchlehrer seinen ungeübten Kollegen, der in Panik geraten war, daran gehindert haben aufzutauchen. «Ich wollte nicht, dass seine Lunge geschädigt wird», sagte der Angeklagte dazu. Sein Kollege soll darauf das Atemgerät verloren haben. Der Tauchlehrer bemerkte dies und versuchte ihm ein Ersatzgerät in den Mund zu stecken. Dabei soll er aber laut Anklage die Luftdusche vergessen haben, wodurch nicht Luft, sondern Wasser in die Lunge drang. Der Angeklagte tauchte dann zwar mit dem Kollegen auf, dieser starb aber noch vor Ort. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe, der Verteidiger Freispruch.


























