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18. Januar 2007 22:36; Akt: 18.01.2007 23:56 Print
Machte Partyfotograf Opfer mit K.-o.-Tropfen wehrlos?
Fast täglich melden sich weitere Opfer des pädophilen St.Galler Partyfotografen. Ein Mädchen, das der 25-Jährige bedrängt hatte, wurde wahrscheinlich mit Drogen gefügig gemacht.
Nach den Berichten über den St. Galler Partyfotografen, der über Jahre erotische Fotos von minderjährigen Mädchen machte und mit vielen von ihnen Sex hatte, haben sich weitere Opfer bei 20 Minuten und den Untersuchungsbehörden gemeldet. Ihre Erinnerungen an den Mann sind ausnahmslos schmerzlich.
K.-o.-Tropfen: Fünf Fälle pro JahrZwischenfälle, bei denen Frauen mit so genannten K.-o.-Tropfen bewusstlos gemacht werden, gibt es immer wieder:
Laut Kantonspolizei-Sprecher Hans Peter Eugster werden allein im Kanton St. Gallen rund fünf Fälle pro Jahr angezeigt. Typisch für K.-o.-Tropfen sei ein völliger Filmriss, so Eugster. «Nach dem Erwachen fühlen sich die Leute dann sehr schlecht.» Verwendet wird meistens die illegale Partydroge GHB.
Ein Beispiel: «Am Anfang, als ich ihn kennenlernte, war er supernett zu mir», schreibt eine junge Ostschweizerin. Die damals 15-Jährige weigerte sich zwar, Fotoshootings zu machen, und widersetzte sich auch den ständigen sexuellen Avancen des heute 25-Jährigen. Als sie aber als Kollegin einmal bei ihm übernachten musste, weil sie nicht mehr nach Hause kam, forderte er Oralsex, quasi als Übernachtungspreis. Sie lehnte ab.
«Er reichte mir dann ein blaues Getränk, worauf ich sofort einschlief und am nächsten Morgen mit einem Filmriss aufwachte. Ich hatte überall kleine Schnitte an den Händen. Er war weg. Ich ging dann normal zur Arbeit. Aber nach einer Stunde meldete ich mich krank. Ich fühlte mich richtig schlecht. Meine Vermutung war, dass er mir was in das blaue Getränk gemixt hatte.»
Gaudenz Looser

























