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Bernhardzell SG

Kritik an Armee nach Schiessstand-Drama

von Sascha Schmid

Tragödie beim «Obligatorischen»: Als zwei Freunde nach der Schiessübung auf dem Weg zu ihrem Auto waren, löste sich aus dem Sturmgewehr des einen Mannes ein Schuss und traf den anderen tödlich am Kopf.

Vor diesem Schiessstand in Bernhardzell geschah die Tragödie. (oli)
Vor diesem Schiessstand in Bernhardzell geschah die Tragödie. (oli)
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Nach der obligatorischen Schiessübung gehen am Freitagabend zwei Freunde aus St. Gallen zum Auto. Plötzlich löst sich aus dem Sturmgewehr des 28-Jährigen ein Schuss und trifft seinen Freund am Kopf. «Mehrere Personen eilten herbei und leisteten erste Hilfe», so Peter Jehli-Kamm vom organisierenden SV Ramschwag. Doch der Getroffene stirbt im Spital.

Der Schock sitzt tief. «Mehrere Personen werden psychologisch betreut – auch der Schütze selber», so Kapo-Sprecher Hanspeter Krüsi. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Es wurde aber ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Die zentrale Frage ist, wieso das Sturmgewehr noch geladen war. Der Schützenverein sollte eigentlich jedes Gewehr kontrollieren, das den Schiessstand verlässt. «So etwas darf einfach nicht passieren», sagt Jakob Büchler, Präsident des St. Gallischen Kantonalschützenverband. Er will die Rolle des Schützenvereins untersuchen, übt aber auch Kritik an der Armee: «Soldaten müssen besser an der Waffe ausgebildet werden.» Der CVP-Nationalrat und Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission will deshalb beim Armeechef André Blattmann vorstellig werden. VBS-Sprecher Martin Bühler will die Untersuchung abwarten und keine «voreiligen Schlüsse» ziehen.

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