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Rheinwaldhorn
11. April 2009 16:20; Akt: 14.04.2009 18:22 Print
Halb erfroren nach 20 Stunden gerettet
Ein verirrter Skitourenfahrer ist nach einer aufwendigen, 20-stündigen Rettungsaktion am Rheinwaldhorn im Kanton Graubünden geborgen worden. Der 41-jährige Deutsche wurde am Samstagmittag unterkühlt und mit schweren Erfrierungen an den Händen ins Spital gebracht.
Der deutsche Skitourenfahrer hatte sich am Freitagmorgen alleine von Hinterrhein (GR) zum Rheinwaldhorn aufgemacht, stürzte aber auf der Tour, rutschte ab und wusste sich im schlechten Wetter nicht mehr zu orientieren, wie die Rega mitteilte. Er schickte seiner Freundin ein SMS, worauf diese am Freitagabend den Flugrettungsdienst der Rega alarmierte. Diese startete erste Suchflüge und flog zudem eine Gruppe von Rettungskräften des Schweizerischen Alpenclubs SAC ins Gebiet.
Das Rheinwaldhorn, mit 3402 Meter höchste Erhebung in der Adulagruppe, aufgenommen im Sommer 1996. (Bild: Keystone)
Die Suche nach dem Mann musste wegen des schlechten Wetters und der einbrechenden Dunkelheit vorübergehend eingestellt werden. Nachdem sich die Sicht im Verlaufe der Nacht verbessert hatte, entdeckte eine Rega-Crew um 01.30 Uhr den Skitourengänger am Rheinwaldhorn auf einer Höhe von rund 3200 Metern über Meer. SAC-Retter wurden noch in der Nacht zur Läntalücke geflogen, worauf es ihnen um 07.00 Uhr gelang, zum entkräfteten und unterkühlten Deutschen vorzudringen.
Weil diffuse Lichtverhältnisse, Nebelschwaden und Wind eine Evakuation per Helikopter vom Rheinwaldhorn nicht zuliessen, stützten die SAC-Retter den Deutschen auf dem Abstieg bis unterhalb der Läntalücke. Dort wurde er an Bord eines Helikopters genommen und ins Kantonsspital nach Chur gebracht.
An der Rettungsaktion waren SAC-Einsatzkräfte der Rettungsstationen Rheinwald, Olivone und San Bernardino sowie die Rega-Helikopter der Einsatzbasen Samedan, Untervaz und Locarno beteiligt. Zudem hatten sich auf der Hüttenwart der Zapporthütte und dessen Sohn an der Suche beteiligt.
(dapd)

























