Kein Entkommen mehr

29. November 2011 10:50; Akt: 29.11.2011 11:13 Print

Thurgauer Polizei scannt alle KontrollschilderThurgauer Polizei scannt alle Kontrollschilder

Der Kanton Thurgau überwacht künftig die Autobahn permanent mit einer Anlage, die Kontrollschilder automatisch erkennt. Dem elektronischen Auge entgeht kein Fahrzeug.

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Auf der A7 bei Müllheim werden Kontrollschilder künftig automatisch überprüft. (Bild: Kapo Thurgau)

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Die Kantonspolizei Thurgau verpasst in Zukunft kein Auto mehr: Sie nimmt bis Ende Jahr stationäre Anlagen zur Erkennung von Kontrollschildern in Betrieb. Die Anlagen sind mit einer hochauflösenden Kamera ausgerüstet. Sie scannt innert Sekundenbruchteilen ein Kontrollschild und gleicht es mit Fahndungs-Datenbanken ab. Wie die Kantonspolizei Thurgau in einem Communiqué schreibt, «geht bei einem Treffer im Polizeikommando Thurgau in Frauenfeld ein Alarm mit einem Foto des Autos ein». Die Anlagen sind laut Angaben der Polizei die ersten dieser Art in der Schweiz.

Die erste Anlage wird in den nächsten Tagen auf der Autobahn A7 in Müllheim (Fahrtrichtung Zürich) installiert. Zwei weitere Anlagen sollen voraussichtlich bis Ende Jahr auf der A7 bei Frauenfeld (Fahrtrichtung Konstanz) sowie an der Hauptstrasse zwischen Frauenfeld und Matzingen in Betrieb genommen werden.

Keine Geschwindigkeitsmessungen

Allfällige Raser lösen jedoch keinen Alarm aus. Obwohl die Anlagen mit einem Blitzlicht arbeiten, finden keine Geschwindigkeitsmessungen statt, wie Fritz Hefti, Chef der Verkehrspolizei der Kantonspolizei Thurgau, betont. «Wer nicht polizeilich ausgeschrieben ist, wird nicht erfasst.» Die Anlage zielt auf gestohlene Autos oder Kontrollschilder ab. Registriert und gemeldet werden auch Autos, deren Besitzer polizeilich gesucht wird. Eine Ausnahme bilden ausländische Fahrzeuge: Sind deren Lenker wegen offenen Bussen ausgeschrieben, werden sie auch gemeldet.

Bisher setzte die Kantonspolizei Thurgau zwei mobile Anlagen sporadisch bei Grosskontrollen ein. Dass in Zukunft fest installierte Geräte in Betrieb sind, eröffnet neue Möglichkeiten. «Wir können so rund um die Uhr und automatisch polizeilich gesuchte Fahrzeuge identifizieren», erklärt Hans Baltensperger, Kommandant der Kantonspolizei Thurgau in einer Medienmitteilung. Die Erkennung könne «ein entscheidender taktischer Vorteil» sein. Wenn die Erfahrungen wie erhofft positiv ausfallen, werden weitere Standorte auf wichtigen Verkehrsachsen im Thurgau geprüft.

(hag/amc)

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  • boris ricci am 25.01.2012 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    steuerzahler

    so geht es den steuerzahler... darum zahle ich nicht...

  • Nase Voll am 01.12.2011 21:49 Report Diesen Beitrag melden

    Unverfrorene Eigenmächtigkeit

    Was fällt den Beamten überhaupt ein, Geld für solche Spielereien ohne ausdrückliche Einwilligung der Bürger auszugeben? Die Verantwortlichen haben das Geld sofort in die Staatskasse zurück zu bezahlen. In jedem Betrieb müssen Anschaffungen von der GL abgesegnet werden. Im Staatsbetrieb ist die GL das VOLK und nicht der Polizeipräsident oder der Regierungsrat!

  • Nase Voll am 30.11.2011 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Verlorens Geld

    Früher Lachte mann über China und der ex Sowietunion wie die eigenen Mitbürger überwacht wurden. Heute lacht mann über die Schweiz. Sind wir wirklich zum Polizei Staat geworden? Wer bezahlt alle diese Radar? Da sieht mann wo unsere Steuergelder gehen. Für solche teure Geräte hat mann immer Geld. Es ist die Zeit gekommen das mann ans Auswandern denkt.