Schneesturm in Graubünden

25. Oktober 2010 18:26; Akt: 25.10.2010 18:41 Print

Beamter will Pass sperren und verunfalltBeamter will Pass sperren und verunfallt

Gefährliche Mission im Schnessturm. Ein Mann sollte den Umbrailpass sperren. Im Schnessturm fuhr er über den Strassenrand und überschlug sich mehrmals. Sein Handy hatte keinen Empfang.

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Zu einem Unfall kam es am Umbrailpass, als ein Mitarbeiter des Bündner Tiefbauamtes den Pass ins Münstertal sperren wollte. Der Mann kam rund 500 Meter vor der Passhöhe in einen Schneesturm und geriet mit dem Auto über die Fahrbahn hinaus. Dieses stürzte den Hang hinunter und überschlug sich mehrmals.

Der Mann jedoch hatte Glück und verletzte sich nur leicht. Er konnte sich aus dem total beschädigten Auto befreien, musste aber anschliessend sechs Kilometer bis zur nächsten Ortschaft zu Fuss gehen. Sein Handy hatte keinen Empfang. Das Fahrzeug konnte wegen Lawinengefahr noch nicht geborgen werden.

Am Montag definitiv für den Winter gesperrt wurde der Klausenpass zwischen Altdorf und Glarus sowie der Furkapass zwischen Realp UR und Oberwald VS.

Bereits früher war die Wintersperre für den Susten zwischen Wassen UR und Innertkirchen BE, den Nufenen zwischen Airolo TI und Ulrichen VS und den Grimsel zwischen Innertkirchen BE und Oberwald VS verhängt worden.

Wintersperre haben auch die Passstrassen über den Grossen St. Bernhard und den San Bernardino. Oberalppass und Gotthard sind momentan gesperrt. Definitiv ist diese Schliessung noch nicht.

40 cm Schnee im Engadin

Die Niederschläge vom Wochenende haben den Wintersportgebieten weiteren Schneezuwachs beschert. Im östlichen Teil der Schweiz schneite es nach Angaben von MeteoSchweiz bis auf 800 Meter hinunter, im Kanton Glarus gar bis auf 700 Meter.

Bis am Montagabend fielen im Oberengandin bis zu 40 Zentimeter Schnee. In Disentis und Arosa GR wurden 30 Zentimeter gemessen. Andermatt UR und Adelboden BE erhielten über 20 Zentimeter Neuschnee. Weil es aber wieder milder wird, dürfte zumindest in tieferen Lagen die weissen Pracht dahinschmelzen.

Die Schneefälle in den Bergen hatten auch Auswirkungen auf den Verkehr. Am Montagmittag musste die Bahnstrecke zwischen Giswil OW und Meiringen BE auf der Linie Luzern - Interlaken rund eine Stunde gesperrt werden.

(sda)