Kunstprojekt

17. Mai 2010 23:08; Akt: 17.05.2010 21:09 Print

Mels will keinen «Stromausfall»Mels will keinen «Stromausfall»

von Michèle Vaterlaus - Die Melser wollen nicht, dass im Sommer täglich für zehn Minuten der Strom abgestellt wird. Über 90 Prozent stimmten gegen die Idee der Riklin-Brüder. Diese wollen das Projekt nun in Deutschland machen.

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92 Nein zu 8 Prozent Ja: Niederschmetterndes Resultat für die Riklin-Brüder in Mels. (mvl)

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Zwei Wochen lang fuhren Frank und Patrik Riklin mit dem Velo durch die Gemeinde Mels, verteilten 7000 Stimmzettel und versuchten die Bevölkerung von ihrer Idee des freiwilligen Stromausfalls zu überzeugen. Dabei stiessen die St. Galler aber selten auf Gegenliebe. Einige Melser wurden gar rabiat: «Von einigen wurden wir regelrecht über Feld und Wiese davongejagt», erzählt Patrik Riklin. Trotzdem hegten die Künstler gestern vor der Leerung der Urne auf dem Dorfplatz einen kleinen Funken Hoffnung.

Doch das Resultat ist für die Künstler niederschmetternd. Von 700 Melsern, die abgestimmt haben, sind 92 Prozent gegen, nur 8 Prozent für das Projekt. Von 8000 Einwohnern haben lediglich 56 für das Projekt gestimmt. «Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir können nichts erzwingen», meint Frank Riklin. In Mels ist der Stromunterbruch nun vom Tisch. Das wird auch die Gemeinde freuen, die sich bereits dagegen ausgesprochen hatte. Gemeindepräsident Guido Fischer wollte sich gestern aber nicht zum Resultat äussern.

Frank und Patrik Riklin schauen derweil schon wieder vorwärts: «Am Freitag haben wir ein Treffen in einer deutschen Stadt, die an unserem Konzept interessiert ist.» Riklins sind überzeugt: «Eines Tages wird unser Projekt ganz bestimmt irgendwo realisiert.»