Nach Tod von «Shadow»

13. November 2011 04:49; Akt: 14.11.2011 14:43 Print

Oberster Tierarzt verteidigt DelfinhaltungOberster Tierarzt verteidigt Delfinhaltung

Der Direktor des Bundesamtes für Veterinärwesen sieht im Conny Land keinen Handlungsbedarf. Derweil kündigt der Freizeitpark eine Ehrverletzungsklage gegen BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient an.

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Das «Conny Land» steht nach dem Tod von «Shadow» wieder einmal unter Beschuss.

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Nach dem Tod des Delfins Shadow im Vergnügungspark Connyland sieht der Direktor des Bundesamts für Veterinärwesen, Hans Wyss, «keinen Handlungsbedarf» im Bereich der Haltung von Delfinen in der Schweiz, wie er in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» sagte. Die Haltung der Tiere entspreche «den strengen Vorschriften», und der letzte Import eines Delfins liege ohnehin schon beinahe 20 Jahre zurück.

Diese Woche ist im Connyland im thurgauischen Lipperswil der siebte Delfin innerhalb von drei Jahren verendet. Ein Importverbot für Delfine, wie es derzeit politisch gefordert wird, werfe zudem grundsätzliche Fragen auf, zumal auch andere Wildtiere anspruchsvoll in der Haltung seien, sagte Wyss. In der Konsequenz würde dies auf eine schwarze Liste herauslaufen: «Nur, welche Tiere sollen auf die Liste? Was sind die Kriterien?» Das seien sehr schwierige Fragen, und es bedeute eine Abkehr vom bewährten bisherigen System, das keine Verbote, dafür aber strenge Vorschriften für die Tierhaltung kenne.

Der Prügelknabe verteidigt sich und teilt aus

Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, reichte Ocean Care, eine Schutzorganisation für Meeressäuger, letztes Jahr wegen der Zustände im Delfinarium Strafanzeige ein. Unter anderem wegen mangelnder Hygiene, fehlender Sicherheitsvorrichtungen für ein Seelöwenwelpen und der falschen Behandlung eines Delfinweibchens. Beide Tiere starben.

Gestern verkündete Conny-Land nun an einer Pressekonferenz die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen. «Sämtliche Vorwürfe sind als haltlos widerlegt», sagt Sprecher Erich Brandenberger. Wie erst jetzt aufgrund der eingestellten Strafanzeige bekannt wird, starben bis September 2009 innert 15 Monaten drei Delfinbabys. Bisher hat Conny-Land nur einen der Todesfälle bekannt gemacht.

Die hängige Motion der BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient, die ein Importverbot fordert, kontert das Conny-Land mit der Ankündigung einer Ehrverletzungsklage, weil sie den Betrieb als tierquälerisch bezeichnete.

(tog)

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  • Marron Anderson am 16.11.2011 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Conny_Land

    Das Conny-Land kann von mir aud geschlossen werden. Delfine gehören ins Meer und nicht in ein Wasserbecken. Wäre mir egal, wenn jemand das CL vermissen würde. Geht ja um die Delfine. Die Menschen sollen ned so selbstsüchtig sein. Gibt auch noch andere Orte, an denen man nen Familienausflug planen kann,^^

  • Marc am 15.11.2011 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ja kalr

    Lustig wie Leute hier den Vergleich ziehen mit dem Gefängnis bei Menschen. Im Ernst wenn ich die gleiche Haltung wie ein Delfin hätte würde ich liebend gerne im Knast leben. Man achtet auf meine Gesundheit, immer frisches Essen, täglich Sport und als Aufführung ein Spotliches Spiel. Das leben wäre so schön. Gut ich hätte keine Freiheit - nach aussen - aber ich müsste auch nichts bezahlen, es wird gekocht usw.

  • Yvonne Huser am 15.11.2011 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Tod der zwei Delfine im Connyland

    Es ist doch recht eigenartig das gleich 2 Delfine in so kurzer Zeit gestorben sind. Sollten die Tiere vergiftet worden sein gehört dieser Person eine rechte Strafe.Wie schade das Delfine wegen uns Menschen sterben müssen. Delfine haben weiterhin Platz bei uns in der Schweiz!