Ostschweizer Jugendliche

06. Februar 2012 23:53; Akt: 07.02.2012 00:00 Print

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von Nina Frauenfelder - Schweizweit leisten immer weniger Leute Freiwilligenarbeit. Nicht so die Ostschweizer Jugendlichen: Bei ihnen nimmt das Engagement zu.

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«Freiwilligenarbeit unter Jugendlichen boomt», sagt Ur­sula Forrer vom Samariter­verband St. Gallen. Das überrascht: Die Anzahl der Freiwilligen in der Schweiz hat in den letzten Jahren stets abgenommen. Die Mitgliederzahl des Schweizerischen Samariterbunds sank zum Beispiel innert Jahren von 59 000 auf 30 000. Nicht so die Jugendabteilung, die jährlich zehn neue Gruppen registrieren kann. «Vor allem die Ostschweiz ist sehr engagiert», sagt Ursula Bicker von der Help-Samariterjugend Schweiz. Auch das Jugendrotkreuz St. Gallen freut sich über das rege Interesse der Jugend­lichen: «2007 be­kamen wir eine ­Anfrage von vier Jungen, die sich freiwillig engagieren wollten», sagt Andrea Pitsch. So entstand eine Gruppe, die heute bereits 32 Jugendliche zählt. Sie geben regelmässig Nach­hilfeunterricht und organisieren Spielnachmittage für Asylkinder.

Eine Erklärung für den Freiwilligen-Boom hat Peter Künzle von Benevol St. Gallen: «Im Kindesalter wachsen sie mit diesen Organisationen auf, haben Spass und treffen dort ihre Freunde.» Nicht selten sei es so, dass die Jungen ihre positiven Erfahrungen als Leiter weitergeben wollen. Dafür verzichten sie auch auf Geld: «Spass und die Gesellschaft von Freunden bringen den Jugendlichen mehr», so Künzle.

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  • natalie am 07.02.2012 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Coole Jugendliche

    Also, da sieht man es doch, das die Jugend doch was taugt. Ich finde das richtig schön ,wenn man zwischendurch mal wieder etwas positives liest.

  • Daniel Eggli am 07.02.2012 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    Werterhalt

    Bei uns in der Ostschweiz zählen die alten Werte holt auch noch bei den Jungen. Anders als in Zürich, das sehe ich jeden Tag während der Arbeit.

  • Peschä am 07.02.2012 04:38 Report Diesen Beitrag melden

    Warum?

    Kann es etwa sein, dass immer mehr Jugendliche keine bezahlte Arbeit finden und deswegen freiwillige Gratisarbeit leisten, in der Hoffnung, dass dies ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigert? Oder werden junge Arbeitssuchende, die wegen mangelnder Beitragszeit keine ALV beziehen können und auf Sozialhilfe angewiesen sind von den Ämtern aufgefordert, solche Arbeiten zu leisten? Eigentlich ist doch unbezahlte Arbeit ein Luxus, den sich nur wohlhabende leisten könnten, die nicht auf einen Verdienst angewiesen sind um Miete, Krankenkasse und Essen zu zahlen. Das wären dann eher rüstige Renter.