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Atomenergie adieu
19. September 2011 11:28; Akt: 19.09.2011 11:51 Print
St. Gallen beschliesst den Atomausstieg
Die St. Galler Regierung will dem Bundesrat folgen und sich von der Atomenergie verabschieden. Erneuerbare Energien sollen ausgebaut werden.
Die St. Galler Regierung unterstützt die Absicht des Bundesrats, schrittweise aus der Atomenergie auszusteigen. St. Gallen hält an seiner Energiepolitik fest und will die Förderung von erneuerbaren Energien ausbauen. Das letzte Wort hat der Kantonsrat.
Infografik So läuft eine Kernschmelze abDer Super-GAU von TschernobylDer Kampf gegen den Super-GAUTimeline: Super-GAU in FukushimaÜber die künftige Energiepolitik des Kantons St. Gallen informierte Baudirektor Willi Haag am Montag in Rorschacherberg. Der Kanton will die Produktion erneuerbarer Energien (Holz, Biogas, Sonne, Geothermie) bis 2020 auf 1200 Gigawattstunden verdoppeln. Damit allein könnte die Lücke, die durch das Abstellen der Atomkraftwerke entstünde, nicht geschlossen werden.
Den Verbrauch fossiler Brennstoffe will der Kanton St. Gallen im gleichen Zeitraum um 15 Prozent senken, wie Willi Haag sagte. Der Anstieg des Stromverbrauchs soll bis Ende des laufenden Jahrzehnts um lediglich 5 Prozent ansteigen. Laut Haag könnte der Stromverbrauch in den Haushalten mit guten Geräten problemlos um bis zu 50 Prozent reduziert werden.
Finanzielle Anreize schaffen
Der Kanton St. Gallen möchte seine Ziele in der Energiepolitik mit einem Instrumentenmix erreichen, wie Willi Haag sagte. Es müssten Gesetze angepasst, finanzielle Anreize geschaffen und an die Eigenverantwortung der Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons St. Gallen appelliert werden.
Bei Bauten der öffentlichen Hand möchte der Kanton St. Gallen als gutes Beispiel vorangehen. Geht es um den Ausbau der Energieförderung, hat der Kantonsrat das letzte Wort. Gemäss Willi Haag sollen 16 Vorstösse, die nach dem Reaktorunfall in Japan im Frühling eingereicht wurden, zu einem Postulat mit konkreten Umsetzungsmassnahmen zusammengefasst werden.
(sda)
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Alle 25 Kommentare






























Meine Stimme
Als sinnvolle Erneuerbarere Energien sehe ich Wasser, Wind, Sonne und Geothermie. Sie bekommen meine Zustimme als besser Alternative zu Atom. Holz gehört mich Sicherheit nicht dazu, und Biogas auch nur dann wen es aus natürlich anfallendem Müll und Extrementen gewonnen wird. Ich halte es grundlegend für Falsch Ankerfläche für Energie zu opfern, wen darauf auch Kartoffel und Weizen angebaut werden kann.
Rechnen statt Wahlpropaganda
Die erwähnten Einsparungen von 1200GWh bis 2020 sind gerade mal 5% eines AKW's, also absolut unbedeutend! Weiters frage ich mich wie ich "mit guten Geräten" die Hälfte meines Stromverbrauchs einsparen soll, diese Behauptung ist stark übertrieben. Es braucht auf jeden Fall neue Konzepte, aber vorschnelles wahlpolitisches Vorspiegeln von "neuen" Lösungen führt nur zu einem überraschten Erwachen aus einem Traum und anschliessender Ratlosigkeit. Anstatt Politiker über die Lösungen phantasieren zu lassen sollten diese durchaus die Fachleute konsultieren und realistische Lösungen vorschlagen.
Immerhin...
5 % mal 26 Kantone gibt schon über ein AKW
@Realist, guter Beitrag
Habe mich heute morgen am Radio schon gewundert, was das soll. Verdoppelung von Öko Strom ist meiner Berechnung nach nicht mal 5%...Das ganze ist doch einfach Palaver. Bin gleicher Meinung, lasst Fachleute sprechen. Die Politiker nehmen sich viel zu ernst. Und wenn diese dann das Amt wieder abgeben, kann man sie sowieso nicht in die Verantwortung nehmen. Halten uns die Politiker für so dumm?
Leider doch
@Robo: Leider gibt's genügend dieser naiven Leute.Und leider findet man keinen dieser Ausstiegsfanatiker an den Einkaufsständen der Photovoltaik. Es ist eben einfach, aus der warmen Stube zu rüsseln und gleichzeitig den Strom aus der Steckdose zu beziehen - solange er noch bezahlbar ist.
Ein Schritt vörwärts, zwei zurück
Ja, klar ... - "an die Eigenverantwortung der Einwohner appellieren" und dann alte Häuser unter Heimatschutz stellen und somit eine sinnvolle Isolierung verunmöglichen! Hr. Haag, was denn jetzt? Hü oder hot?
Neue Ideen
Herr Schlatter, diese Woche hat der Kanton eine Broschüre rausgegeben "Solarstrom - vom guten zum besten". Da gibt es sinnvolle Tips zu Solaranlagen auf denmalgeschützten Gebäuden