Feuerwehren

06. Februar 2012 23:21; Akt: 06.02.2012 23:30 Print

Wasser gefriert in LeitungenWasser gefriert in Leitungen

von Ilda Özalp - Gefrorenes Löschwasser und grosse Eisflächen: Die sibirische Kälte erschwert zurzeit die Arbeit der Feuerwehr.

storybild

Der Brand in Jakobsbad. (Kapo AI)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Mehrere Brände wegen überhitzter Öfen hielten in den letzten Tagen die Ostschweizer Feuerwehren auf Trab. «Temperaturen von -17 bis -23 Grad haben uns vor Herausforderungen gestellt», sagt Pascal Breu, Kommandant der Feuerwehr Oberegg-Reute, die in der Nacht auf Samstag einen Brand in Büriswilen AI gelöscht hat. «Das Wasser musste ständig laufen, auch wenn wir es nicht brauchten», so Breu. Wegen der extremen Kälte sei während des Löschens Wasser in einer Leitung gefroren.

Auch Robert Fässler, Feuerwehrinspektor für Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, kennt das Problem. Er war bei den Bränden in Jakobsbad, Haslen und Eggerstanden im Einsatz. In Jakobsbad fiel mindestens eine Leitung wegen gefrorenen Wassers aus. «Wir mussten sehr lange Leitungen legen, da ist die Gefahr von gefrierendem Wasser besonders gross», erklärt Fässler. Wegen der kritischen Lage habe der Einsatzleiter zusätzliche Feuerwehrleute bestellen müssen.

Damit nicht genug: Das ausfliessende Löschwasser kann während des Einsatzes zu einer Eisfläche gefrieren und so für Feuerwehrleute und Autos eine Gefahr darstellen. Um Unfälle zu vermeiden, streuen die Einsatzkräfte deshalb Salz und Splitt. Die Feuerwehr rät, Öfen erst dann wieder zu beheizen, wenn diese abgekühlt sind, um Brände zu vermeiden.