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Nefs Ex-Ehefrau
10. Januar 2009 23:35; Akt: 10.01.2009 23:44 Print
«Mein Mann wurde öffentlich hingerichtet»
Die Ehefrau des ehemaligen Armeechefs Roland Nef erhebt schwere Vorwürfe gegen Medien und Politiker: «Offenbar ist es das Ziel, dass mein Mann als Sauhund der Nation in die Geschichte eingeht», sagt sie in der Zeitung «Sonntag».
Es ist das erste Mal, dass sich Roland Nefs Gattin öffentlich äussert. Sie lebt mit ihrer 6-jährigen Tochter nach wie vor mit dem Ex-Armeechef zusammen und hält zu ihm. In einem telefonischen Gespräch mit dem «Sonntag» sagt sie, ihrem Mann und der ganzen Familie sei Unrecht geschehen, das nicht wieder gutzumachen sei. «Es hat eine öffentliche Hinrichtung stattgefunden», sagt Frau Nef. «Man hat meinen Mann demontiert und zerstört, alle sahen nur noch die eine Seite der Sache – das halb leere, nicht das halb volle Glas.»
Roland Nefs Ex-Frau hält zu ihm(Bild: Keystone/Lukas Lehmann)
Sauhund der Nation
Erschüttert ist Nefs Ehefrau darüber, dass auch nach dem Rücktritt einzelne Medien angebliche Enthüllungen gebracht hätten, welche die Privatsphäre verletzen würden. Roland Nef werde «auch jetzt noch fertiggemacht». Die Öffentlichkeit sei «aufgehetzt von Medien und Politikern, die auf meinem Mann herumtrampeln», sagt sie weiter. Die Leute würden einfach alles herunterschlucken, was man ihnen hinwerfe. Zuletzt sei ihr Mann sogar noch als gestörter Homosexueller hingestellt worden – sie spricht auf einen Artikel im «SonntagsBlick» an: «Offenbar ist es das Ziel, dass er als Sauhund der Nation in die Geschichte eingeht.»
«Der Kampf ist verloren.»
Der Schaden sei nun angerichtet und nicht wieder gutzumachen: «Der Kampf ist verloren.» Roland Nef selber will sich nicht öffentlich äussern. Er habe nicht die Kraft, sich zu wehren, das bringe auch nichts, sagt die Ehefrau: «Es ist wie bei einem Boot, das gesunken ist und auf dem Boden liegt, das kommt nie mehr hoch.» Das Ehepaar ist derart resigniert, dass es bei jüngst erfolgten massiven Drohungen nicht einmal die Polizei verständigte. Seine Bitte an Medien und Politiker: «Lasst die Familie jetzt endlich in Ruhe.»
Roland Nef (49) trat am 25. Juli 2008 zurück, nachdem die «SonntagsZeitung» publik gemacht hatte, dass zum Zeitpunkt seiner Ernennung zum Armeechef im Juni 2007 ein Strafverfahren wegen Nötigung gegen ihn hängig war – und dass er im Namen seiner damaligen Freundin auf Sexinserate geantwortet habe.


























