SBB Tariferhöhung

17. Juni 2009 15:58; Akt: 17.06.2009 16:24 Print

«Preiserhöhung soll abschreckend wirken»«Preiserhöhung soll abschreckend wirken»

von Marius Egger - Wer sein Billet in Zukunft im Zug löst, muss tiefer in die Tasche greifen: Die SBB verdoppeln den Tarif auf zehn Franken. Den «Schwarzfahrern» gehts damit an den Kragen - doch nicht nur ihnen. SBB-Sprecher Reto Kormann nimmt im Interview Stellung.

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Herr Kormann, wie viele Tickets werden heute im Zug gelöst?
Reto Kormann: Das sind derzeit täglich gut tausend Billette. Die Zahl ist aber seit einiger Zeit steigend.

Will die SBB mit der Tariferhöhung also diesen «Schwarzfahrern» an den Kragen?
Das ist ein Nebeneffekt. Die Preiserhöhung auf zehn Franken soll natürlich auch eine abschreckende Wirkung haben. Doch das Hauptaugenmerk liegt ganz klar bei der Kundenbetreuung.

Das heisst?
Das Zugpersonal kann immer seltener durch den ganzen Zug gehen und die Kunden betreuen, weil sie durch den Billetverkauf aufgehalten werden. Wir wollen mit der Massnahme das Zugpersonal entlasten und die Kundenbetreuung erhöhen.

Mehr Zugpersonal war keine Option?
Das ist ein Kostenfaktor. Die heutige Besetzung reicht in aller Regel aus.

Dafür gibt man das Geld für 1.-Klass-Lounges und 1.-Klass-Servicebetreuung aus. Auch Premium-Abteile werden diskutiert. Brauchen die SBB die Mehreinnahmen für den 1.-Klass-Service?
Nein, dem ist nicht so. Es ist auch nicht so, dass die Zweitklassfahrer nun den Service bezahlen müssen. Die Tariferhöhung gilt ja für beide Klassen.

Mit welchen Mehreinnahmen rechnen die SBB jährlich durch die Tariferhöhung?
Die SBB verfolgen genau das Gegenteil: Die Verkäufe in den Zügen sollen wegen des höheren Tarifs zurückgehen.

Aber in Zukunft werde ich doppelt bestraft, wenn ich zu knapp am Bahnhof bin oder der Billetautomat kaputt ist und ich im Zug lösen muss. Auch wenn ich keine böse Absicht habe.
Wenn Sie zu spät sind, ist das tatsächlich so. Man muss aber beachten: «Ich konnte kein Billet mehr lösen, weil ich keine Zeit hatte» ist auch eine Ausrede für Graufahrer. Wenn der Billetautomat kaputt ist, werden sich die SBB allerdings auch in Zukunft kulant zeigen. Zudem stehen den Kunden auch Online-Kanäle für den Billettbezug offen: Sei es übers Internet zu Hause oder von unterwegs übers Handy.

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  • Marius G. am 29.06.2009 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    "... und am schluss beklagen sich die lobotomisierten baehnler wieder, wenn sie bei einer kontrolle niedergestochen oder angeschossen werden, bevor sie ihr natel benutzen koennen! " - Haben wir da einen potentiellen Täter?

  • peppi am 19.06.2009 05:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist mein Zuschlag

    Vor einem Jahr mit meiner Frau nach Polen gefahren.Am Bahnhof Uster hat man uns die falsche Zeit angegeben.Bei Ankunft .Anschlusszug in Köln schon eine Stunde weg.Mussten in der Nacht 8 Std.warten.Gleicher SBB-Mann Fahrschein verkauft freche Antwort,beschwerden nur in Zürich möglich.Service=Abzocken

  • Doris ... am 18.06.2009 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    An Zugbegleiter N. Niedermann

    Sorry ja, finde ich ja voll daneben, was bitte leistet denn die SBB für einen Service ausser jeden Morgen verspätung? soll mann eine halbe Stunde früher aufstehen nur weil die SBB wiedermal verspätung hat? NEE sorry In der Privatwirtschaft könntet Ihr euich das nicht leisten!!!!!!!