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Spannungen mit China
12. März 2010 07:32; Akt: 12.03.2010 10:39 Print
Bundesrat steht vor der Dalai-Lama-Frage
von Lukas Mäder, Bern - Der Bundesrat steckt in der Klemme: Er muss über ein Treffen mit dem Dalai Lama entscheiden, der Anfang April in die Schweiz kommt. Doch es droht der Zorn Chinas. Die Zürcher Regierung hat bereits entschieden: Sie wird das spirituelle Oberhaupt der Tibeter treffen.

Was der amerikanische Präsident kann, soll auch der Bundesrat wagen: Barack Obama empfängt den Dalai Lama am 18. Februar 2010 im Weissen Haus. (Bild: Pete Souza/ Official White House Photo)
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Der Besuch des Dalai Lama in der Schweiz ist ein heisses Eisen in Bern, an dem sich der Bundesrat nicht die Finger verbrennen will. Denn er muss über ein Treffen mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter entscheiden, das Anfang April in die Schweiz kommt. Bereits Anfang Februar haben tibetische Verbände Bundespräsidentin Doris Leuthard aufgefordert, den Dalai Lama offiziell zu empfangen. Zudem sind alle Bundesräte eingeladen, an der 50-Jahr-Feier der ersten Aufnahme von tibetischen Flüchtlingen durch die Schweiz teilzunehmen. Dort wollen sich die Tibeter unter dem Slogan «Merci Schwiiz» bedanken — in Anwesenheit des Dalai Lama.
BesuchsprogrammDer Dalai Lama wird am 8. April in Zürich an den Feierlichkeiten zu 50 Jahre Tibeter in der Schweiz teilnehmen. Damals kamen die ersten tibetischen Flüchtlinge in die Schweiz. Dafür möchten sich die Tibeter bei der Schweiz bedanken. Zum Festanlass sind unter anderem der Bundesrat, die Zürcher Regierung, sowie National- und Ständeräte eingeladen.
Am Samstag, dem 10. April, spricht der Dalai Lama von 8.30 bis 9.30 Uhr zu den Teilnehmern des First European Tibetan Youth Parliament sowie zu den Mitgliedern des Vereins Tibeter Jugend in Europa, der dieses Jahr sein 40-jähriges Jubiläum in der Schweiz feiert.
Vom 9. bis 11. April wird der Dalai Lama an der Mind and Life Conference im Kongresshaus Zürich teilnehmen. Diese findet zum Thema Uneigennützigkeit und Mitgefühl in der wirtschaftlichen Systemen statt. Zum Abschluss gibt es am Sonntagnachmittag, 11. April, von 13.30 bis 15.30 Uhr einen Public Talk im Hallenstation. Der Dalai Lama spricht auf Englisch mit deutscher Übersetzung zum Thema Universelle Verantwortung und Wirtschaft. (mdr)
Jetzt ist der Bundesrat im Dilemma: Die Einladung der Tibeter auszuschlagen wäre unhöflich, den Dalai Lama zu empfangen, könnte jedoch China erzürnen. Noch hat der Bundesrat keinen Entscheid gefällt — und er wird ihn möglicherweise noch weiter hinauszögern. Um Druck zu machen, haben mehrere Mitglieder der parlamentarischen Gruppe für Tibet um den SP-Nationalrat Mario Fehr Fragen an den Bundesrat eingereicht. Sie wollen wissen, ob der Bundesrat bereit ist, den Dalai Lama zu empfangen, beziehungsweise ob ein Bundesrat an den Dankesfeierlichkeiten teilnimmt. Am Montag muss die Landesregierung antworten. «Den Dalai Lama in diesem Jubiläumsjahr nicht zu treffen, wäre ein Bückling vor China», sagt Fehr. Das sei mit schweizerischen Grundüberzeugungen nicht zu vereinbaren.
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Unklar ist, ob China im Hintergrund Druck auf die Schweizer Regierung ausübt. Diese Frage möchte SVP-Nationalrat Oskar FreysingerDas Parlament
Oskar Freysinger
SVP, VS
auf MerklisteDetails beantwortet haben, denn China hatte bereits vor dem Entscheid, zwei Uiguren aus Guantánamo aufzunehmen, gedroht. In einem Brief schrieb die Botschaft, die Beziehungen würden sich verschlechtern. Geschehen ist offenbar nichts. «Die Beziehungen zu China sind gut und solide», teilt das Aussendepartement auf Anfrage mit. Die chinesische Botschaft wollte keine Stellung nehmen. Für Fehr ein klares Zeichen, dass China zwar droht, aber schliesslich doch pragmatisch handelt: «China ist an engen wirtschaftlichen Beziehungen interessiert, egal ob der Bundesrat den Dalai Lama empfängt oder nicht.»
Über das Lavieren des Bundesrats ist Freysinger erzürnt. «Der Dalai Lama ist kein Terrorist, sondern das religiöse Oberhaupt eines unrechtmässig besetzten Gebiets.» Wenn sogar US-Präsident Obama den Dalai Lama empfängt, könne es auch der Bundesrat tun. «Aber unsere Landesregierung hat vor allem und jedem Angst», sagt er. Der Bundesrat müsse selbstsicher auftreten und sagen, wir sind ein unabhängiger Staat. «Dann würde die Schweiz auch respektiert.»
Regierungspräsidentin nimmt teil
Unkompliziert im Unterschied zum Bundesrat ist die Zürcher Regierung. Sie hat bereits über die Einladung zum Anlass «Merci Schwiiz» entschieden, wie Regierungsprecherin Susanne Sorg-Keller gegenüber 20 Minuten Online sagt. «Regierungspräsidentin Regine Aeppli wird an der offiziellen Feier am 8. April teilnehmen.» Eine Diskussion habe es nur über den Termin gegeben. Die Grundsatzfrage, ob die Zürcher Regierung den Dalai Lama trifft, habe sich nicht gestellt.
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Alle 199 Kommentare




























Heuchler
dies sind wir Schweitzer wohl, nichts anderes, verlieren jedes Jahr an Respekt und an Glaubwürdigkeit, verkaufen uns ans Ausland. Dabei waren wir einmal ein Vorbild für viele. Doch jetzt kuschen wir nur noch anstelle das wir uns selber wieder stark machen und zurück zur Ehrlichkeit kehren. es ist nie zu spät auch wenn wir viel Mist gebaut haben.
starke schweiz
...grosse klappe,wenn es gegen good old germany geht , aber bei bei den chinesen kuschen!!!
Wenn er ( ::lahma::) betten kommt....
Betten ist gut,abaer nicht in diesem sinne! Instrumentaliesieren gewisse kreise diese prozedur doch sich hier in diesem Lande eigennützig für ihre sache zu manivestieren; hoch lebe der papier schweizer der hier eine plattform geboten bekommt;>(