Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Arbeitsmarkt
07. August 2009 07:46; Akt: 07.08.2009 11:06 Print
Düstere Aussichten für Junge
Die Arbeitslosigkeit hat in der Schweiz im Juli weiter zugenommen und besonders viele junge Menschen erfasst. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg sprunghaft an, auf 4,6 Prozent, verglichen mit einer Gesamtquote von 3,7 Prozent. Düster sind auch die Aussichten, insbesondere für die 20- bis 24-Jährigen.
Ende Juli waren bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren
Die Kurzarbeit hat in der Schweiz auch im Mai deutlich zugenommen. 3,172 Millionen Arbeitsstunden fielen wegen Kurzarbeit aus, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mitteilte. Das waren zehn Prozent mehr als im Vormonat. In 3342 Betrieben waren
Von der Zunahme im Juli waren vor allem junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren betroffen. Innert Monatsfrist erhöhte sich die Zahl der Jugendlichen ohne Job um 3229 auf
Im ganzen Jahr 2009 geht das Seco gemäss Baldegger von einer mittleren Jugendarbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen von 4,9 Prozent oder rund
Massnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit
Baldegger erinnerte daran, dass der Bundesrat wegen dieser schlechten Aussichten die dritte Phase des Konjunkturstützungsprogramms besonders auf Massnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit ausgerichtet habe. Rückmeldungen der Kantone machten zudem deutlich, dass die Appelle von Wirtschaftsministerin Doris Leuthard zur Schaffung von Praktikumsstellen fruchteten. Umgesetzt würden diese in den Unternehmen voraussichtlich nach der Sommerpause.
Die Folgen der Rezession auf dem Arbeitsmarkt wurden im Juli durch positive saisonale Effekte im Bau und im Tourismus leicht gebremst. Dies zeigt sich auch in der regionalen Verteilung, wo der Kanton Graubünden neben Uri als einziger Kanton einen spürbaren Rückgang der Arbeitslosenzahlen verzeichnete. Den stärksten Anstieg verzeichnete der Kanton Jura, der unter anderem von der Krise in der Uhrenindustrie betroffen ist, und zwar um 0,5 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Am höchsten blieb die Arbeitslosigkeit in Genf mit 6,8 Prozent. Von den Deutschschweizer Kantonen lagen Solothurn, Basel-Stadt und Zürich über dem Landesmittel. Im Unterschied zu früheren Monaten hat die Zahl der ausländischen Arbeitslosen im Juli nur noch minim zugenommen. Die Quote blieb mit 6,8 Prozent aber massiv höher als jene der Schweizer mit 2,8 Prozent.
(dapd)


























